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Den Verschleiß im Blick
Holger Döbert vom gleichnamigen Sachverständigenbüro stellte in seinem Beitrag heraus: „Eine gute Vorsorge kann nur treffen, wer die Prozessparameter gut kennt.“ Die Partikelhärte und der Feststoffgehalt sind nach seiner Erfahrung die relevanten Parameter für hohen Verschleiß. Schutz bieten möglichst laminare Strömungsverhältnisse, das Verhindern lokaler Strömungswirbel und das Vermeiden der lokalen Aufkonzentration ungelöster Feststoffe. Als Maßnahmen empfiehlt Döbert große Stutzendurchmesser, Drallbrecher, schräge Spalt- und Laufringe, offene Laufräder und Schleißwände, breite Laufradkanäle bei geschlossenen Laufrädern sowie eine robuste Wellenabdichtung (REA-Dichtung oder Packung mit Wasserspülung) sowie eine externe Lagerspülung bei vertikalen Pumpen. Sein dringender Rat: „Niemals schnell drehende Pumpen einsetzen!“ Auch er plädiert für das Fahren am optimalen Betriebspunkt, eine extrem teillastige Betriebsweise könne den Verschleißabtrag um den Faktor zehn bis 20 erhöhen.
Kreiselpumpen aus verschleißfesten Metallen und Keramiken
Wohl dem, der Kreiselpumpen aus verschleißfesten Metallen und Keramiken einsetzen kann, wie sie beispielsweise Rheinhütte Pumpen offeriert. Die Werkstoffpalette des Unternehmens umfasst mehr als 30 metallische Legierungen, mehrere technische Kunststoffe sowie technische Keramiken. Dr. Gerhard Pracht argumentierte in seinem Vortrag: „Dank dieser Werkstoffvielfalt und der über 40 Pumpenbaureihen kann Rheinhütte umfangreiche verfahrens- und mediumspezifische Lösungen anbieten.“
Die Kreiselpumpen aus verschleißfestem Siliziumcarbidguss, die Dr. Carsten Düchting von der Düchting Pumpen Maschinenfabrik präsentierte, widerstehen auch stark korrosiven und abrasiven Medien. Der von diesem Anbieter entwickelte Werkstoff SICcast besteht aus Siliciumcarbid (SiC), das mit Epoxidharz (EP) unter Vakuum gemischt und danach in Formen gegossen wird. Düchting spricht von einem chemisch gebundenen Mineral.
Konstruktiver Schutz gegen Feststoffe
Magnetkupplungspumpen sind aufgrund der notwendigen internen Zirkulationsströme empfindlich gegenüber Feststoffen, so Dr. Thomas Herbers (Klaus Union). Das Problem auf der Hydraulikseite ist ein Verschleiß an den Spaltspielen, der zu unzulässig großen Achsschüben führen kann. Das Problem auf der Magnetkupplungs-/Gleitlagerseite ist, dass Feststoffe im Kühl- und Schmierstromkreislauf den Spalttopf und/oder die Gleitlagerung schädigen können. Als konstruktive Maßnahmen diskutierte der Referent folgende Möglichkeiten: Innenfilter vor den Teilstromeintrittsbohrungen; Hauptstromfilter auf der Pumpendruckseite; Ausführung ohne Teilstrom; externe Einspeisung.
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