Geht es um perfekte Oberflächen und intelligente Verbunde von Platten und Bändern, sind die Systeme von IPCO immer eine gute Wahl. Werden darin biobasierte Materialien, recycelte Werkstoffe oder andere nachhaltige Produkte verarbeitet, punktet das System auch aus ökologischer Sicht.
Die Thermopress-Doppelbandanlage bietet vielfältige Optionen, u. a. die Integration von Bestreuungsanlagen (blau-weißer Kasten an der linken Seite).
(Bild: IPCO)
Das Doppelbandpressensystem ThermoPress ist das Herzstück, wenn es darum geht, ein perfektes kontinuierliches Plattenprodukt herzustellen. Es zeichnet sich vor allem durch seine Vielfältigkeit aus, denn es ist sowohl mit Stahlbändern, PTFE-Bändern oder einer Kombination aus beiden erhältlich.
„Wir bieten verschiedene modulare Optionen an und integrieren in der Baureihe verschiedene Prozesse, wie Polymerisation, Aushärtung und Kühlung, so dass der Anwender am Ende ein auf ihn zugeschnittenes kontinuierliches Produktionssystem erhält“, erklärt Jens Gegner, Global Segment Manager Composites bei IPCO. „Darüber hinaus zeichnen sich unsere Anlagen durch hohe Genauigkeit aus, die Dickentoleranz liegt bei 0,1 mm. Außerdem sind sie extrem vielseitig.“ Auch bei der Beheizung zeigen sich die Systeme von IPCO flexibel. Ob eine elektrische Beheizung, Gas oder Thermalöle zum Einsatz kommen, entscheidet der Anwender. In jedem Fall überzeugt das Ergebnis. Die Produkte besitzen eine sehr hohe mechanische Festigkeit, eine definierte Dicke und haben keine Lufteinschlüsse.
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Dafür arbeiten die Thermopress-Systeme in einem Druckbereich zwischen 0,5 und 30 bar und bei Heiztemperaturen bis zu 400 °C. „Der Schmelzpunkt der Harze liegt in der Regel zwar bei 180 °C, aber die höheren Temperaturen wirken sich positiv auf die Geschwindigkeit aus. Damit erreichen wir eine Bandgeschwindigkeit von 5 bis 10 Meter pro Minute“, erklärt Gegner. Und längst liegt die Messlatte bei den Temperaturen noch höher. „Bei der Verpressung der Anoden für Trockenbatterien arbeiten wir bereits mit 420 °C. Das ist ein echter Grenzbereich,“ so Gegner. Dafür ist ein sehr hoher Automatisierungsgrad nötig, und jeder Prozessparameter, der Durchsatz und die Qualität des Endprodukts werden streng überwacht. Nur so können die erzeugten Produkte den hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie oder aus der Fertigung für Batterien und Brennstoffzellen genügen.
Stark im Batteriemarkt
IPCO bietet nicht nur skalierbare und modulare Produktionslösungen für Anwendungen wie Dünnschichtguss, Streuen, Kalandrieren und Pressen/Laminieren an. Seit kurzem gehört New Era Converting zur IPCO-Gruppe. Das Unternehmen bietet u. a. Kalandriersysteme und Roll-to-Roll-Beschichtungsanlagen von Anoden und Kathoden an. Damit wird das Lösungsangebot von IPCO für die Entwicklung und Produktion von Separatoren, Batterien, Membranen und Mehrschichtelektroden für Batteriesysteme noch einmal erweitert.
Präzisionsstreulösungen für vielfältige Materialien
In kontinuierliche Produktionslinien können darüber hinaus ScatterPro-Präzisionsstreusysteme und eine vollständige Palette an vor- und nachgelagerten Geräten, einschließlich Systemen zum Zuführen, Abwickeln/Aufwickeln, Trimmen, Schneiden und Handling integriert werden. Benötigt werden solche Streusysteme für die Herstellung von Bodenbelägen, Verbundwerkstoffen, Verkleidungen, Fahrzeug- und Lkw-Bauteilen, Hygieneprodukten, Elektronik, Filtern, technischen Textilien, Glasfasern, Spezialcarbonfasern und vielem mehr.
Die Scatterpro-Systeme bieten hochpräzise Streulösungen für eine Vielzahl von Materialien, von Pulvern und Granulaten bis zu recycelten Abfällen. Dabei punktet die Streutechnologie durch eine sehr gleichmäßige Verteilung des Materials und trägt auch noch zur Kreislaufwirtschaft bei. Denn es können nicht nur Pulver und Granulate sowie nicht-rieselfähiges Material eingearbeitet werden, sondern auch Fasern und Recyclingmaterial. Selbst klebrige Pulvermaterialien, die bei der Herstellung von Batterieelektroden verwendet werden, lassen sich verarbeiten. „Unsere Systeme zeichnen sich insbesondere durch eine sehr gleichmäßige Streuung über die gesamte Breite des Produkts aus. Damit wird eine gleichbleibend hohe Qualität erreicht“, so Gegner. „Außerdem können verschiedene Austragssysteme je nach Art des Recyclingmaterials integriert werden."
Dabei wird das Recyclingmaterial dem Trichter mittels Vakuumsaugen oder einem Schneckensystem zugeführt. Im Inneren des Trichters wird das Material gleichmäßig verteilt und der Füllstand während des Streuvorgangs konstant gehalten. Das Material wird von der Streuwalze aufgenommen und an einer flexiblen Rakel abgestreift. Die Rakelkonstruktion sorgt für eine gleichmäßige Dosierung über die gesamte Streubreite. Der hohe Automatisierungsgrad und die spezielle Konstruktion der Streuwalze unterstützen gleichzeitig nachhaltige Produktionsprozesse.
„Der Einsatz von Recyclingmaterialien in Verbundwerkstoffen wird weiter zunehmen.“
Intelligenter Wiedereinsatz
Insbesondere bei der Einarbeitung faseriger Produkte, eine typische Form bei recycelten Materialien, kommt das Modell ScatterPro FX zum Einsatz. „Wir sind in der Lage 20 bis 40 mm lange Fasern einzubringen und dies mit einer Schütt-Toleranz von ±6 Prozent. Das ist extrem genau“, erklärt Gegner. Benötigt wird dies zum Beispiel beim Aufbereiten von Rotorblättern aus Windkraftanlagen. Diese müssen alle zehn Jahre ausgetauscht werden, landen bisher jedoch auf der Deponie oder werden verbrannt. Mit den Systemen von IPCO können diese Materialien jedoch wiederverwendet werden.
Gleiches gilt für den Verschnitt beim Einsatz von Glasmatten. Viele Anwender entsorgen diese ebenfalls auf der Deponie. Dabei können auch diese Fasern wieder aufgearbeitet werden. „Solche recycelten Fasern aus den Rotorblättern oder das Glasvlies landen quasi in der mittleren Schicht eines unserer Produkte und sorgen für Stabilität. Die Oberflächen können trotzdem reinweiß oder hochglänzend gestaltet werden“, erklärt Gegner und nennt eine weitere Möglichkeit. „Wir sehen etwa für viele Naturfasern, wie Hanf, großes Potential.“
Fest steht, der Einsatz von Recyclingmaterialien wird weiter zunehmen, gerade weil derzeit viele Fördergelder bereitstehen, um neue Anwendungen zu entwickeln. „Wir konnten bereits innovative, nachhaltige Baumaterialien mit unseren Thermopress-Doppelbandpressen herstellen“, nennt Gegner nur ein Beispiel. Für welche Anwendung die Beschichtungs- und Bestreuungsanlagen in Zukunft auch zum Einsatz kommen: IPCO evaluiert immer gemeinsam mit dem Kunden, welches Setup das beste ist. Das Unternehmen bietet daher auch Anlagen für das Up-/Downstream an, z. B. Anlagen für die Zuführung von Material oder die komplette Planung und Umsetzung von Heiz- und Kühlanlagen. Mit Servicetechnikern und technischen Experten in 25 Ländern weltweit profitieren IPCO-Kunden von kontinuierlichem Support und schnellen Reaktionszeiten. Dazu gehören vorbeugende Wartungsmaßnahmen inkl. Vor-Ort-Inspektionen sowie Reparaturen.
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