Klimaschonende Produktion in der Chemieindustrie
Können Nachhaltigkeit und energieeffiziente Produktion den Chemiemittelstand retten? Warum unser Autor meint: Die Zukunft der Chemie ist grün

Ein Gastbeitrag von Marius Mühlenberg, CEO von Levaco Chemicals 5 min Lesedauer

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Die Chemieproduktion in Deutschland ächzt unter hohen Energiepreisen. Die Produktion von Chemikalien ist eingebrochen und die Umsätze sinken. Kann nachhaltige Produktion und Ressourcenschonung die Branche fit für die Zukunft und den Wettbewerb machen? Ein Mittelständler macht vor, wie es gehen kann.

Warum Levaco-CEO Marius Mühlenberg auf grüne Chemie setzt.(Bild:  Levaco)
Warum Levaco-CEO Marius Mühlenberg auf grüne Chemie setzt.
(Bild: Levaco)

Es war ein herausforderndes Jahr für die deutsche Industrie. Die gestiegenen Strom- und Gaspreise, der Auftragseinbruch und der ausgeprägte Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf viele Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig noch sichern zu können. Als einer der energieintensivsten Industriebereiche Deutschlands hat auch der Chemiesektor angesichts der Konjunkturflaute und hohen Energiepreise mit Herausforderungen zu kämpfen.

Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat sich die Situation im dritten Quartal 2023 zwar etwas beruhigt, jedoch verharrt das Produktionsniveau weiterhin auf einem Tiefpunkt, und der VCI rechnet für das Gesamtjahr 2023 mit einem gesunkenen Branchenumsatz von 14 Prozent. Einige Chemiekonzerne wie etwa Lanxess ziehen aus all diesen Gründen eine Schließung von mehreren Produktionsanlagen in Deutschland in Erwägung, andere verlagern momentan ihre Investitionen ins Ausland. Für viele stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen in Deutschland zukünftig noch wettbewerbsfähig bleiben? Ein erster wichtiger Schritt ist die nachhaltige Transformation von Produkten und Prozessen im Unternehmen.