Magnetisch induktiver Durchflussmesser Magnetisch induktiver Durchflussmesser mit starkem Permanentmagnet

Redakteur: Gabriele Ilg

Durch den Einsatz von Permanentmagneten in der magnetisch induktiven Durchflussmessung (MID) wird kontinuierliches Messen von Flüssigkeiten in „Echtzeit“ ermöglicht.

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Ein neuer Durchflussmesser, den die IP Bewertungs AG (IPB) präsentiert, nutzt ein gleichbleibend starkes Magnetfeld, das zehn Mal stärker ist als das von herkömmlichen magnetisch-induktiven MIDs. Bei einer Leitfähigkeit ab 1 nS/cm erhält der Anwender exakte Messungen, mit einer Genauigkeit von 0,1%. Hierbei kann eine Fließgeschwindigkeit von 0,001 m/s bis über 3 m/s abgedeckt werden.

Auch der benötigte Bauraum ist durch die kleinen Permanentmagnete deutlich geringer. Eine Siliziumdioxidschicht trennt den Sensor von der Flüssigkeit. Ablagerungen und Korrosionen, die einen negativen Einfluss auf die Messergebnisse haben, werden so vermieden. So ist auch eine lange Anwendung in aggressiven Flüssigkeiten möglich.

Die Verbindung von spezieller Messsignalauskopplung und der Einsatz eines permanentmagnetischen Feldes ermöglicht es, den MID energieautark zu betreiben. Ein glattes Innenrohr ohne zusätzlichen Druckabfall, Messungen unabhängig von Temperatur, Viskosität, Druck und Dichte sowie weitgehende Unabhängigkeit vom Strömungsprofil bleiben wie bei anderen MIDs erhalten.

Anwendungsbereiche sind u.a. in den Bereichen der hochgenauen Mikrodosiertechnik, der Wasserwirtschaft und der Mikroverfahrenstechnik/Mikrofluidik. Der erste Prototyp des vorgestellten MIDs mit Permanentmagnet ist in der wissenschaftlichen Erprobung und wurde im Dezember erstmals an einem zertifizierten Messstand der IPB betrieben.

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