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Kompressoren und Gebläse: Aktuelle Entwicklungen
Speziell für die Anforderungen in biologisch arbeitenden kommunalen und industriellen Kläranlagen hat die Aerzener Maschinenfabrik die AT Turbogebläse-Generation 5 entwickelt. Diese steht in elf Baugrößen und mit Ansaug-Volumenströmen von etwa 4000 bis 13.200 m³/h, Druckbereichen von 400 bis 100 mbar und Motorbaugrößen bis zu 300 kW zur Verfügung. Die Turbogebläse arbeiten mit Hochgeschwindigkeits-Permanentmagnetmotoren und können über einen Frequenzumrichter ohne zusätzliche mechanische Verstelleinrichtungen stufenlos zwischen 40 und 100 % an schwankende Prozessluft-Bedarfe angepasst werden. Frequenzumrichter und Netzdrossel sind anschlussfertig in den Anlagen integriert. Im Vergleich zu konventionellen Motoren erzielt der Hochgeschwindigkeitsmotor einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Der luftgekühlte, kompakte Motor ist drehzahlgeregelt. Der Antrieb erfolgt über eine ölfreie sowie berührungs- und vibrationsfreie Luftspaltlagerung.
Drehkolbengebläse der BBC- und FBC-Serie offeriert Kaeser komplett anschlussfertig mit integrierter Leistungselektrik sowie der Sigma Control 2-Steuerung zur Überwachung und Kommunikation. Insgesamt können Liefermengen von 2 bis 72 m³/min für bis zu 1000 mbar Überdruck oder 500 mbar Unterdruck effizient und energiesparend abgedeckt werden. Anschlussfertig heißt: lieferbar komplett mit Sensorik, Steuerung und Stern-Dreieck-Starter oder Frequenzumrichter zur flexiblen Drehzahlregelung. Dies bedeutet weniger Aufwand bei Planung, Bau, Zertifizierung und Dokumentation und die Inbetriebnahme ist sicherer, da alle Programmierungen und Einstellungen bereits im Werk vorgenommen werden. Der Gebläseblock bringt ein deutliches Plus an Betriebssicherheit und Verfügbarkeit. Er ermöglicht Einsparungen bei Energieverbrauch und Instandhaltung. Zudem kommen die Maschinen mit sehr wenig Stellfläche aus.
Die Zentralsteuerung ES16 von Atlas Copco kann mit bis zu 16 Kompressoren verbunden werden. Das Gerät dient als zentrale Steuerungseinheit für Druckluftnetze, indem es Prozessinformationen von den Kompressoren, Trocknern und anderen Messgeräten empfängt und verarbeitet. Das Ergebnis sind zuverlässige und effiziente Netzwerke, in denen sich Energieeinsparungen von bis zu 10 % erzielen lassen.
Pneumatische Automatisierungstechnik spart 11.000 Euro
Sechs Kreiselpumpen arbeiten im Klärwerk Sindelfingen – jeweils mit einer Leistungsaufnahme von 90 kW und einer Förderleistung bis 500 l/s bei einer Förderhöhe von 8 bis 9 m. Vor dem Einsatz der pneumatischen Automatisierungstechnik (pneumatische Stellantriebe DLP bzw. DRD von Festo) mussten die Rückschlagklappen ständig durch die Pumpe offen gehalten werden. Dies verringerte die Förderleistung um bis zu 10 %.
Die gleiche Pumpförderleistung wie bisher erreicht die Kläranlage nach der Modernisierung nun mit weniger Energieaufwand. Pro Jahr werden 89.469 kWh oder 11.300 Euro Energiekosten eingespart. Dies entspricht einer Ersparnis für das Klärwerk Sindelfingen von 2 % des Gesamtbedarfs an elektrischer Energie.
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