gesponsertRotoform-Pastillationssysteme Hochleistungspastillation von Schmelzen – perfekt in Form gebracht

3 min Lesedauer

Gesponsert von

Im Kern geht es beim Rotoform-Verfahren immer darum, aus einer flüssigen Schmelze ein festes rieselfähiges Produkt zu machen. Meister dieses Fachs sind die Experten von IPCO. Auf der Achema 2024 haben diese ein neues System für die Herstellung von Hochleistungspastillation von Schmelzen mit niedriger Viskosität vorgestellt.

Ulrich Nanz, Global Product Manager Chemicals bei IPCO: „Man kauft bei uns keine Maschine, sondern eine Lösung.“(Bild:  Mühlenkamp)
Ulrich Nanz, Global Product Manager Chemicals bei IPCO: „Man kauft bei uns keine Maschine, sondern eine Lösung.“
(Bild: Mühlenkamp)

Sie landen als Schokotröpfchen im Gebäck, als Basischemikalie im Fieberzäpfchen oder als UV-Schutz in Kosmetika: Pastillen, Pellets oder Beads, hergestellt im sogenannten Rotoform-Verfahren. Ganz neu ist das Verfahren zwar nicht, so wurde es bereits 1982 zum Patent angemeldet. Allerdings wächst die Bandbreite der Produkte, die damit gefertigt werden, von Anwendung zu Anwendung. „Seit damals wurde etwa jede Woche eine Rotoform-Maschine auf den Weg gebracht“, schätzt Ulrich Nanz, Global Product Manager for Chemicals bei IPCO.

Heute lassen sich mit den Rotoform-Systemen diverse Verfestigungslösungen für alle Arten von Chemikalien umsetzen. „Die Vielseitigkeit lässt sich ganz gut mit der Ausgangsviskosität vermitteln, die zwischen Wasser und Honig liegen kann. Auch die Größen der Endprodukte können zwischen 1 und 30 mm schwanken“, erklärt Nanz weiter. Darüber hinaus gibt es Systeme für Produkte mit hohen Schmelztemperaturen, maßgeschneiderte Anlagen für Produkte mit abrasiven, sedimentierenden oder korrosiven Eigenschaften und Lösungen für unterkühlte Schmelzen und solche mit festen Partikeln.

Bildergalerie

Wertschöpfung von Produkten erhöhen

Für viele Branchen ist der Umgang mit einem Produkt in fester, rieselfähiger Form einfacher. Statt langer Rohrleitungen oder Behälter für flüssige Produkte, ist es praktischer, das Produkt in 25-Kilogramm-Säcken zu lagern. „Zum Beispiel liegt Schwefel in flüssiger Form als Abfallprodukt in den Raffinerien vor. Allerdings kann man flüssigen Schwefel maximal vier Stunden transportieren, dann wird er fest. Mit dem Rotoform-Verfahren wird dieser in Pastillen umgewandelt und so unproblematisch nach Indien oder China transportiert, wo er in Düngemittel eingearbeitet wird“, nennt Nanz eine Branche, die seit vielen Jahren auf das Rotoform-Verfahren setzt. Die Kosmetikindustrie erzeugt damit Wachs-Beads. „Hier ist unser Verfahren ein Mittel, um Produkte mit einer höheren Wertschöpfung zu erzeugen. Kerzenwachs wird nun einmal zu anderen Preisen verkauft als Wachsperlen für die Kosmetikindustrie.“

Gut handhabbare Partikel ohne Staub

„Eigentlich ist unser Verfahren eine Mischung zwischen Plattenwärmetauscher und Förderband“, erklärt Nanz. Das flüssige Produkt wird gleichmäßig auf dem Förderband verteilt. Dabei wird das Band von unten gekühlt, wobei das Kühlmedium aber nie mit dem Produkt in Berührung kommt. Die Größe der Pellets, die Leistung und Kühlung sowie der Werkstoff des Bands werden an das Produkt und die örtlichen Gegebenheiten und das Klima angepasst. Das rieselfähige Produkt mit hoher Schüttdichte liegt in einer definierten Größe vor, es gibt keinen Staub, und es besitzt eine gleichmäßige Form. Wichtig für Nanz: „Man kauft bei uns keine Maschine, sondern eine Lösung. Das Ziel ist zum Beispiel, dass eine Tonne Fettalkohol pro Stunde produziert werden soll. Und dazu liefern wir eine Maschine, die das kann.“

Während die Kosmetikindustrie kleinere Anlagen in Laborgröße benötigt, werden in der Schwefelindustrie schon einmal vier Tonnen Pastillen pro Stunde erzeugt. Hier sind wegen der klimatischen Bedingungen die Kühlbänder mitunter bis zu 50 Meter lang. Auch die Oberflächenrauigkeit der Produkte spielt eine Rolle, oder die Frage, wie man Verschmutzungen vermeidet.

Wie das Produkt am Besten in Form gebracht werden kann, wird zunächst im Productivity Center von IPCO getestet. Hier wird geprüft, welche Temperaturen benötigt werden, welche Form das Endprodukt bekommen soll, die Länge der Kühlstrecke und die Geschwindigkeit.

Auf der Achema 2024 wurde das jüngst zum Patent angemeldete Verfahren Rotoform XG vorgestellt, ein neues System für die Herstellung von Hochleistungspastillation von Schmelzen mit niedriger Viskosität und festen Partikeln. Dieses kommt bei der Herstellung wie Schwefelbentonit, NPK-Dünger und anderen Düngemittel sowie Harnstoffmischungen zum Einsatz. Das Schöne an dem Rotoform-Verfahren sei, so Nanz abschließend, dass einem die Ideen nie ausgehen. „Im Augenblick arbeiten wir an der Modifikation für Flammschutzmittel in der Bauindustrie und an neuen Ansätzen für das PET-Recycling. Aber auch für Biofuels und Lignin haben wir neue Ideen.

(ID:50065768)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung