Switsches für industrielle Netzwerke verbinden die OT und IT für eine flexible und sichere Produktion. Zudem unterstützen diese Time-Sensitive Networking. Siemens hat die neue Serie erstmals auf der diesjährigen SPS gezeigt.
(Quelle: Siemens)
Die zunehmende Vernetzung von Maschinen, Steuerungen und IT-Systemen in Industrieanlagen führt zu immer komplexeren Netzwerken auf Fertigungsebene. Um einen zuverlässigen Datenaustausch zu gewährleisten, werden leistungsstarke Industrial Ethernet Switches mit hoher Portanzahl und Datenraten benötigt. Zu diesem Zweck hat Siemens jetzt die Industrial Ethernet Switches der Serie Scalance XC-/XR-300 erneuert. Und um zusätzliche Funktionen für industrielle Netzwerke der nächsten Generation aufgerüstet.
Jetzt verfügbar sind sogenannte Managed-Layer 2-Switches aus der Produktfamilie der Scalance X Industrial Ethernet Switches – sowohl als Kompaktmodelle als auch als 19-Zoll-große Varianten für Netzwerkschränke. Die neuen Switches ersetzen damit das Portfolio der aktuellen Reihe Scalance-X-300. Die Modellbezeichnungen der neuen Switches sind Scalance XC-/XCM-300 in der Kompaktversion und Scalance XR-/XRM-300 in der 19-Zoll-Version.
Industrielle Netzwerke: Hardware per Software-Update modernisieren
Die neuen Switches der XC-/XCM-300- und Scalance XR-/XRM-300-Serie verfügen über eine hohe Portdichte, wodurch sich viele Geräte innerhalb großer Netzwerkinfrastrukturen anbinden lassen und so für Industrielle Netzwerke eignen. Dank ihrer Ports mit hohen Bandbreiten (bis zu 10 Gbit/s) ermöglichen die neuen Modelle zudem verschiedene OT-Netzwerkanwendungen für Daten, Sprache, Video und Profinet.
Industrieunternehmen profitieren außerdem von einer Migrationsoption auf die neue Switch-Generation. Demnach ist der Umstieg möglich für alle ab dem Jahr 2022 eingeführten Modelle der Reihen Scalance XC- oder XR-300 mit dem langjährig bestehenden Betriebssystem sowie Scalance XCM- oder XRM-300, die über ein neues Betriebssystem verfügen. Die jeweiligen Betriebssysteme müssen hierfür per Softwareupdate aktualisiert werden. Dies bedeutet, dass Anwender keine Geräte austauschen müssen, um die neuesten Anforderungen zu erfüllen. Zudem sollen Software-Updates mit dem neuen Betriebssystem künftig schneller umgesetzt werden.
Time-Sensitive Networking für industrielle Netzwerke
„Mit den neuen Industriel Ethernet Switches aus der Scalance X-300er-Serie machen Anwender die Vernetzung ihrer Industrieanlagen so zukunftssicher wie möglich“, sagt Jens Geider, Portfolio Owner für Scalance bei Siemens Digital Industries. So verfügen die Modelle der Scalance XCM-300 sowie Scalance XRM-300-Serie neben den etablierten Basisfunktionen künftig über technische Innovationen. Darunter sind Time-Sensitive Networking (TSN), Edge-Funktionalitäten sowie stoßfreie Redundanz für eine erhöhte Echtzeitkommunikation und Betriebssicherheit.
„Die Kollaboration von OT und IT in Industrieanlagen schreitet auf allen Netzwerkebenen voran. Mit den Industrial Ethernet Switches werden OT-Netzwerke einfach an die IT angebunden und ermöglichen damit eine flexiblere Produktion“, so Geider. Für die Netzwerksicherheit sorgen zudem integrierte Security-Funktionen wie SSH- und SSL-Protokolle zum Schutz vor unerlaubten Netzwerkzugriffen und Konfigurationen.
(Die neuen Industrial Ethernet Switches sind sowohl als 19-Zoll-Varianten für Netzwerkschränke als auch als Kompaktmodelle verfügbar: Scalance XRM334 (links) und Scalance XCM332. (Bild: Siemens))
Siemens Digital Industries hat auf der Messe SPS außerdem ein neues Industrial-Edge-Management-System vorgestellt, inklusive einem optimiertem Lizenzmanagement und neuer Geräte und Apps. Derzeit kommen Operational Technology (OT) und IT in der industriellen Produktion immer näher zusammen und ermöglichen einen nahtlosen Datenfluss von der Feldebene bis in die Cloud. Das neue Industrial-Edge-Management-System (IEM V2.0) ist ein alternatives Angebot zu dem weiter bestehenden IEM 1.3. Es ist verfügbar für das in der IT weit verbreitete Open-Source-System Kubernetes zur Verwaltung von Container-Anwendungen. Siemens adressiert damit die zunehmende Anzahl von Anwendern, die in den IT-Bereichen der industriellen Produktion arbeiten, vor allem in großen Unternehmen mit existierenden IT-Infrastrukturen.
IT-Anwender können nun Industrial Edge einfach in bestehende Kubernetes-Cluster integrieren. Damit lässt sich die Automatisierung auf dem Shopfloor IT-orientierter managen und wird für Anwender aus dem IT-Bereich effizienter und einfacher zu handhaben. Da die Rechenleistung innerhalb eines oder mehrerer Kubernetes-Cluster flexibel zugeteilt werden kann, sparen Unternehmen IT-Ressourcen und damit Energie und Kosten. Das geht nun auch mit Industrial Edge. Neue Funktionalitäten sind außerdem ein optimiertes Nutzer-Management oder die Verfügbarkeit in der Cloud. Das bietet Anwendern mehr Flexibilität und die Basis für künftige „as a Service“ Angebote.
Stand: 08.12.2025
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(Das Industrial-Edge-Management-System IEM V2.0 von Siemens adressiert IT-Anwender in der Produktion. (Bild: Siemens))
Industrial Edge Hub für eine bessere Usability
Der Industrial Edge Hub sorgt künftig für eine bessere Usability in puncto Lizenzmanagement. Er wird eine Übersicht über alle Gerätemanagement-Lizenzen und Apps bieten, welche über den Industrial Edge Marketplace bezogen wurden. Nutzer werden entweder über den Industrial Edge Hub aktiv Statistiken abrufen oder sich diese automatisch melden lassen können. Diese Statistiken werden beinhalten: die Anzahl der gekauften Apps, die Zuordnung von Lizenzen zu den Industrial Edge Management Systemen sowie die verbleibende Anzahl an Installationen und Lizenzen. Außerdem werden Nutzer eine Warnung erhalten, wenn Kontingente überschritten werden und Handlungsempfehlungen, um solche Warnungen zu vermeiden.
Zudem erweitert Siemens das offene, technologische Ökosystem rund um die Industrial-Edge-Geräte und Apps von Siemens und Drittanbietern. Zum Beispiel um ein neues, virtuelles Industrial-Edge-Gerät (Industrial Edge Virtual Device, IEVD), das über alle Funktionen eines physischen Edge-Geräts verfügt. Wenn IIoT-Anwendungen ausgebaut werden, können dem IEVD einfach mehr Ressourcen zugeordnet werden. Des Weiteren ist die Einstiegshürde für Kunden geringer, denn das IEVD kann leicht heruntergeladen werden und steht damit sofort zur Verfügung. Aufgrund eines Preismodells über Abonnement ist der Start mit geringen Kosten verbunden. (sg)