Energietechnik Zittauer Anlage vereint Elektrolyseur und Wärmepumpe

Quelle: Fraunhofer IEG 1 min Lesedauer

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In Zittau zeigt die neue Versuchsanlage „La-Seve“, wie sich bei der Produktion von grünem Wasserstoff auch die entstehende Abwärme effizient nutzen lässt: Erstmals wird die Wärme aus einer PEM-Elektrolyse direkt per Wärmepumpe in ein Fernwärmenetz eingespeist.

Partner und Fördermittelgeber des Fraunhofer IEG nahmen die Forschungsanlage La-Seve in Zittau feierlich in Betrieb: v.l.n.r.: Ulf Hübsch, Linde GmbH Clemens Schneider, Projektleiter La-Seve, Fraunhofer IEG Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz Mario Ragwitz, Institutsleiter Fraunhofer IEG Heike Graßmann, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, SMWK Stephan Meyer, Landrat des Landkreises Görlitz Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau Rocco Deckert, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Zittau(Bild:  Paul Glaser/Fraunhofer IEG)
Partner und Fördermittelgeber des Fraunhofer IEG nahmen die Forschungsanlage La-Seve in Zittau feierlich in Betrieb: v.l.n.r.: Ulf Hübsch, Linde GmbH Clemens Schneider, Projektleiter La-Seve, Fraunhofer IEG Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz Mario Ragwitz, Institutsleiter Fraunhofer IEG Heike Graßmann, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, SMWK Stephan Meyer, Landrat des Landkreises Görlitz Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau Rocco Deckert, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Zittau
(Bild: Paul Glaser/Fraunhofer IEG)

Grüner Wasserstoff kann die deutsche Wirtschaft zukunftsfest machen. Neben Importen braucht es kostengünstige heimische Elektrolyseure, die aus grünem Strom Wasserstoff erzeugen und die Nebenprodukte Sauerstoff und Wärme wirtschaftlich nutzen. Den Weg dazu zeigt die neue Versuchsanlage „La-Seve“ in Zittau, in der erstmalig die Wärmeauskopplung aus der PEM-Elektrolyse in Verbindung mit einer Wärmepumpe erprobt wird. Sie wurde nun von den Projektpartnern und Fördermittelgebern eingeweiht. Die Anlage ist im Rahmen des Projekts „IntegrH2ate“ als Teil des Wasserstoff-Leitprojekts H2Giga entstanden und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Nun wurde die Versuchsanlage im Beisein der Projektpartner und Fördermittelgeber eingeweiht.

„Wasserstoff wird der entscheidende Baustein sein, um auch die schwer zu dekarbonisierenden Industrien zukunftsfest aufzustellen. Chemie, Stahl und Schwerlastverkehr brauchen grünen Wasserstoff, und dessen Erzeugung öffnet neue Wertschöpfung am Standort Deutschland“, erklärt Prof. Mario Ragwitz, Leiter des Fraunhofer IEG. „Mit der neuen Anlage zeigt die Energieregion Lausitz, wie man seine bewährten Kompetenzen für die Zukunft einsetzt. Wir freuen uns, mit der Laboranlage zum gelingenden Strukturwandel in der Lausitz beizutragen.“

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Die „Laboranlage Sektorengekoppelte Verwertung der PEM-Elektrolyseprodukte“ (La-Seve) entstand mit einer Investition von 2,7 Millionen Euro auf dem Gelände der Stadtwerke Zittau. Der Elektrolyseur findet in einem Containerraum von rund 12 Meter Länge und 2,5 Meter Breite Platz und wird über eine neue Trafostation mit Strom versorgt. Die Wärmepumpe mit einer Leistung von maximal 105 kW (thermisch) bekam zusammen mit Pufferspeicher, Pumpen und Regelungstechnik eine 5 mal 5 Meter große Standfläche in einer bestehenden Halle und ist über einen Wasserkreislauf an den Elektrolyseur angebunden. Die Abwärme aus dem Forschungsbetrieb des Elektrolyseurs geht über die Wärmepumpe in das städtische Fernwärmenetz.

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