Grüner Wasserstoff für Windkraft Evonik plant mit Siemens Energy Pilot-Elektrolyse in Herne

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In einem Kooperationsprojekt wollen Evonik und Siemens Energy eine innovative Wasserstoff-Technologie im industriellen Umfeld erforschen und testen. Der Spezialchemiekonzern will dazu einen Pilot-Elektrolyseur bauen, um grünen Wasserstoff für die Herstellung des Rohstoffs Isophorondiamin zu erzeugen.

Grafische Darstellung eines Elektrolyseurs im ehemaligen Salzlager des Evonik-Standortes in Herne.(Bild:  Evonik)
Grafische Darstellung eines Elektrolyseurs im ehemaligen Salzlager des Evonik-Standortes in Herne.
(Bild: Evonik)

Am Standort Herne plant Evonik den Bau eines Pilot-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Er soll als Ausgangsstoff für die Herstellung von Isophorondiamin (IPDA), einem wichtigen Rohstoff für Rotorblätter von Windkraftanlagen verwendet werden. In einem begleitenden Projekt erforscht Siemens Energy, wie sich diese neuartige Elektrolysetechnologie im industriellen Umfeld in der Chemie bewährt. Das Projektkonsortium ist Ende 2022 gestartet und läuft bis Mitte 2025.

Sowohl Investitions- als auch Forschungsprojekt werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Judith Pirscher, Staatssekretärin im BMBF, sagt: „Grüner Wasserstoff ist das noch fehlende Puzzleteil der Energiewende. Mit dem Projekt H2annibal fördern wir deshalb die Forschung an innovativen Wasserstofftechnologien unter realen Bedingungen in einer Chemieanlage. So beschleunigen wir den Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft und unterstützen den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Die beiden Projekte werden vom BMBF insgesamt mit rund 9,3 Millionen Euro gefördert.“

Da, wo auf Zeche Hannibal bis vor rund 50 Jahren Steinkohle gefördert wurde, treiben Evonik und Siemens Energy damit die Transformation der Industrie in Sachen Klimaschutz voran. Bislang setzt das Unternehmen in Herne Wasserstoff aus fossilen Quellen ein. Künftig soll direkt am Standort grüner Wasserstoff hergestellt werden. Dabei kommt ein PEM (Proton Exchange Membrane)-Elektrolyseur von Siemens Energy mit einer Nennleistung von 8 MW zum Einsatz. Dieser wird mit erneuerbaren Energien betrieben und kann bis zu 45 % des Bedarfs an Wasserstoff durch grünen Wasserstoff decken und zusätzlich 100 % des am Standort benötigten Sauerstoffs liefern. Bei der Elektrolyse wird Wasser mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Durch den Betrieb des Elektrolyseurs können 12.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

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