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Dechema-Forum Grüner Wasserstoff – Und wo kommt all das Wasser her?

Ein Gastkommentar von Dr. Thomas Track, Fachbereichsleiter Industrielles Wassermanagement, DECHEMA e.V. 1 min Lesedauer

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Wasserstoffherstellung benötigt erneuerbaren Strom für die Elektrolyse und Wasser. Letzteres ist eine Binsenweisheit wird aber oft vergessen und das könnte sich rächen. Denn da wo es viel Sonne (Australien, Arabien, Afrika) oder Wind (Offshore-Anlagenn) gibt, ist Süßwasser oft Mangelware. Das Water-for-X Management-Framework der Dechema geht diesen Zusammenhängen auf den Grund und macht Lösungsvorschläge.

Dr. Thomas Track, Fachbereichsleiter Industrielles Wassermanagement, DECHEMA e.V.(Bild:  DECHEMA / Sven Langer)
Dr. Thomas Track, Fachbereichsleiter Industrielles Wassermanagement, DECHEMA e.V.
(Bild: DECHEMA / Sven Langer)

Grüner Wasserstoff und seine Nutzung – von der Stahlindustrie bis zur Plattformchemikalie – sind in aller Munde. Im Fokus steht dabei häufig die Energieerzeugung: Woher bekommen wir genug erneuerbaren Strom für die Elektrolyse? Doch für die Herstellung von Wasserstoff bedarf es neben der Energie einer zweiten wichtigen Ressource: Wasser.

Legt man die Landkarten übereinander, wird eines schnell klar: Regionen, die über ein hohes Potenzial für die Erzeugung von Wind- oder Solarenergie verfügen, haben häufig wenige oder keine Süßwasserressourcen. Augenfällig ist dies bei Offshore-Anlagen auf dem Meer, es gilt aber auch für sonnenreiche Regionen in Südeuropa, Afrika oder den Golfstaaten.

Diese Problematik wird zwar zum Teil wahrgenommen, bisher aber noch wenig diskutiert. Mit dem Water-for-X Management-Framework hat die Dechema ein Konzept entwickelt, das wichtige Fragen angeht: Wo kann das Wasser für die Elektrolyse und die folgenden chemischen Prozesse – die häufig sehr reines Wasser benötigen – herkommen? Wie lassen sich Synergien zwischen Wassermanagement, Power-to-X-Branchen und weiteren Wassernutzern herstellen? Wie lässt sich ein verantwortungsvoller, nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen gewährleisten?

Das Water-for-X Management-Framework betrachtet die Zusammenhänge zwischen Wasserverfügbarkeit, -nutzung und -aufbereitung sowie industriellen Power-to-X-Prozessen unter wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten. Konzepte für die Einzelprozesse sind verfügbar, müssen aber auf diese spezifischen Fragestellungen angepasst werden. Ein integriertes, nachhaltiges Wassermanagement ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Wasserstoffwirtschaft und damit auch für das Erreichen der Klimaziele.

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