Wasserstofferzeugung
Sauerstoff - das unterschätzte Element der Wasserstofferzeugung

Von Norman Richter, Produktentwicklung & Anwendungstechnik, IDT Werk Kupferring GmbH 4 min Lesedauer

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Die Energiewende ist kein Spaziergang. Sie stellt hohe Anforderungen an Material, Technik und Prozesse. Besonders deutlich wird dies bei der Wasserstoffelektrolyse. Hier entsteht ein Nebenprodukt, das es in sich hat: Sauerstoff. Wer das flüchtige Element sinnvoll und sicher verwerten will, muss bei sauerstoffführenden Bau- und Anlagenteilen das Gefahrenpotenzial im Blick behalten.

Der Autor Norman Richter prüft eine LE-Safe-Dichtung, die zur Abdichtung der Anlagenperipherie von Elektrolyseuren sowie bei Flanschverbindungen in Wasserstofftransport und -speicherung geeignet ist.(Bild:  IDT)
Der Autor Norman Richter prüft eine LE-Safe-Dichtung, die zur Abdichtung der Anlagenperipherie von Elektrolyseuren sowie bei Flanschverbindungen in Wasserstofftransport und -speicherung geeignet ist.
(Bild: IDT)

Hochreiner Sauerstoff ist ein vielseitig einsetzbares Produkt. Er wird nicht nur in der Chemie- und Pharmaindustrie, in der Medizintechnik oder zur medizinischen Notfallversorgung benötigt. In der Oxy-Fuel-Verbrennung trägt Sauerstoff beispielsweise dazu bei, Emissionen zu reduzieren. Für die Gewinnung von Metallen oder in der Zement- und Kalkindustrie ist Sauerstoff ein unverzichtbares Element. Und: bei der Wasserstoffelektrolyse entsteht es „ganz nebenbei“.

Warum also nicht benachbarte Industrien im Sinne der sektoralen Kopplung mit der Wasserstoffwirtschaft verbinden? Warum das flüchtige Element, das bei der Wasserstoffelektrolyse abgespalten wird, nicht für die Energiewende nutzen, um Ressourcen zu schonen?