Eine digitale Transformation, die auf den Menschen ausgerichtet ist, ermöglicht Unternehmen, die Vorteile von Industrie 4.0 voll auszuschöpfen und eröffnet den Nutzen aus Industrie 5.0. Denn Digitalisierungsstrategien, wie sie im Rahmen von Industrie 4.0 entwickelt wurden, sind nur bedingt auf die Bedürfnisse der Prozessindustrie ausgerichtet. Dort ist ein Ansatz gefragt, der das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine in den Mittelpunkt stellt.
(Quelle: Eschbach GmbH)
Bereits im Rahmen von Industrie 4.0 haben viele Unternehmen in cyber-physische Systeme, Datenverarbeitung und Cloud Computing investiert, um hocheffiziente Produktionsumgebungen zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Kommunikation zwischen Maschinen. Teil der Strategie sind der digitale Austausch von Daten und Informationen und die Vernetzung von Geräten, Sensoren und Systemen über das cloud-basierte industrielle Internet of Things (IIoT). Doch Digitalisierungsstrategien, wie sie im Rahmen von Industrie 4.0 für standardisierte Zwecke oder Branchen entwickelt wurden, lassen sich nur bedingt an die Bedürfnisse der Prozessindustrie anpassen.
Der Mensch im Fokus
Bei der digitalen Transformation in der Prozessindustrie geht es nicht nur um das Zusammenspiel von Software und Systemen. Im Fokus steht vielmehr der Mensch, der die Verantwortung für Prozesse und die Sicherheit trägt. Technologie, KI und Robotik können den Faktor Mensch nicht ersetzen, sondern müssen dessen Fähigkeiten – insbesondere bei wichtigen Entscheidungsfindungen – unterstützen.
Industrie 5.0 bedeutet, Mensch und Maschine zusammenzubringen, um die Synergie ihrer jeweiligen Stärken zu nutzen. Algorithmen sind in ihren Fähigkeiten zum Speichern, Berechnen und Analysieren von Daten dem Menschen überlegen. Dies gilt vor allem dann, wenn große Datenmengen durchforstet werden sollen, um Informationen oder gleiche Abfolgen ausfindig zu machen. Aber letztlich können Maschinen und Systeme nur ihrer Programmierung folgen. Algorithmen sind nicht in der Lage, auf veränderte Bedingungen und völlig unerwartete Ereignisse zu reagieren. Daher braucht es Menschen, um auf diese Herausforderungen zu meistern und die algorithmischen Aktivitäten mit den strategischen Prioritäten in Einklang zu bringen. Menschen werden vor allem für Aufgaben benötigt, die Weitsicht, Urteilsvermögen und differenzierte Entscheidungen erfordern.
Im Grunde geht es bei Industrie 5.0 darum, den Menschen die Kontrolle über die Produktionsprozesse zu überlassen, unterstützt durch Maschinen und leistungsstarke kognitive Assistenzsysteme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und zwischen Mensch und Mensch. Eine Digitalisierungsstrategie, die Mensch und Maschine vereint, wird sich vor allem in der Prozessindustrie schneller und leichter durchsetzen, da sie die Unternehmen sicherer, intelligenter und resilienter aufstellt.
(Bild: Eschbach GmbH)
Digitalisierungsstrategien für die Besonderheiten der Prozessindustrie
Viele Betriebe der chemischen Industrie setzen bei Schichtübergaben auf Tabellenkalkulationen, Textverarbeitungsprogramme und den mündlichen Informationsaustausch. Software und Digitalisierungsstrategien, die für betriebswirtschaftliche Zwecke oder für eher standardisierte Branchen (wie beispielsweise die Automobilindustrie) entwickelt wurden, finden in der Prozessindustrie in der Regel nur wenig Anklang und sind selten erfolgsversprechend. Denn diese Systeme und Strategien berücksichtigen nur bedingt die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in der chemischen Industrie. Dort sind Anlagenprozesse und Systeme meist sehr individuell und hängen stark von den verwendeten Chemikalien im Produktionsprozess und den vorhandenen Geräten und Anlagen ab.
Neben den strengen Regularien, sorgen auch die Gefahren und Risiken, die die chemische Produktion mit sich bringt, dafür, dass sich Veränderungen in der Prozessindustrie vergleichsweise langsam durchsetzen. Erkennbar ist dies in verhältnismäßig langen Investitionszyklen. Produktionsstandorte für die chemische Herstellung sind oft schon 60 Jahre oder noch länger im Betrieb – häufig mit veralteten Systemen und Prozessen. Doch die Prozessindustrie kann in vielerlei Hinsicht vom digitalen Wandel profitieren – sofern sie die eigenen Barrieren überwinden und Digitalisierungsstrategien anwenden kann.
Industrie 5.0 durch Shiftconnector®
Ein Beispiel dafür, wie die Prozessindustrie die Vorteile der Digitalisierung nutzen und gleichzeitig Fallstricke vermeiden kann, bietet Shiftconnector® von eschbach. Neben optimierten Kommunikationsabläufen steigert die Enterprise-Plattform Sicherheit und Anlageneffizienz – unabhängig vom Digitalisierungsstand der vorhandenen Anlagen. Dabei liegt insbesondere in der Schichtübergabe eine der größten Chancen. So hat ein Öl- und Gasunternehmen festgestellt, dass 40 Prozent der Zwischenfälle in kritischen Momenten auftraten. Transparenter Wissenstransfer und interaktive Betriebsführung durch Shiftconnector tragen dazu bei, dass Morning Meetings effizient genutzt werden können und prozessrelevante Daten nicht verloren gehen, sondern zu jederzeit abrufbar sind.
Shiftconnector hilft, auch weitere Herausforderungen der Prozessindustrie zu bewältigen. Als Mensch-zu-Mensch-Kommunikationsplattform greift die Software über Schichten, Abteilungen und Verantwortungsbereiche hinweg und bietet zu jeder Zeit einen sicheren, ortsunabhängigen und transparenten Zugriff auf Echtzeitinformationen. Das stellt sicher, dass alle Beschäftigten zur richtigen Zeit über die relevanten Informationen verfügen, um ihre Aufgaben effizient zu erledigen. Darüberhinaus kann die Software an individuellen Anlagenanforderungen angepasst werden.
Stand: 08.12.2025
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Die Software liefert Echtzeitdaten zur Effizienz der gesamten Anlagen (Overall Equipment Effectiveness, OEE), um letztendlich auch Prozessverbesserungen voranzutreiben und bessere strategische Entscheidungen zu treffen. Damit trägt Shiftconnector dazu bei, Anlagenstillstände, fehlende Qualitätskontrollen oder meldepflichtige Sicherheitsfälle zu vermeiden. Als multifunktionale Plant Process Management Plattform treibt die Software die digitale Transformation voran. eschbach’s Cyber Security rundet die Vorteile der digitalen Enterprise SaaS-Lösung ab.
(Bild: Eschbach GmbH)
Der Autor Andreas Eschbach ist Gründer und Geschäftsführer der Eschbach GmbH.