Anlagen-/Apparatebau Der intelligente Molch
Mehr als drei Millionen Kilometer Öl- und Gaspipelines umspannen unseren Planeten und jährlich kommen 30 000 bis 40 000 neue Kilometer dazu. Einen Großteil davon kommt langsam in die Jahre, was den Inspektionsbedarf in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird. Der zerstörungsfreien Prüfung mit intelligenten Molchen kommt daher eine immer größere Bedeutung zu.
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Mehr als drei Millionen Kilometer Öl- und Gaspipelines umspannen unseren Planeten und jährlich kommen 30 000 bis 40 000 neue Kilometer dazu. Einen Großteil davon kommt langsam in die Jahre, was den Inspektionsbedarf in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird. Der zerstörungsfreien Prüfung mit intelligenten Molchen kommt daher eine immer größere Bedeutung zu.
Molche sind Prüfgeräte, die in Rohrfernleitungen während des laufenden Betriebs selbstständig Messdaten zu Wanddicke, Korrosion, Verformungen oder auch Rissen sammeln. NDT Systems & Services hat sich dabei auf die Messung per Ultraschall spezialisiert.
Diese Technik ermöglicht nicht nur die Überprüfung auf Korrosionsschäden und Messung der Wanddicke, vielmehr spürt sie auch Risse im Metall frühzeitig auf. Noch bis vor kurzem war es technologiebedingt nicht möglich, intelligente Molche auch in Rohrleitungen mit Durchmessern unter acht Zoll einzusetzen. Doch das ist jetzt anders. Der neue LineExplorer ist der erste Molch, der Ultraschall-Rissprüfungen in kleineren Pipeline-Durchmessern von sechs und acht Zoll (DN 150 und DN 200) durchführen kann. Neben Rissprüfungen kann der Molch auch bei der Korrosions- und Wanddickenmessung eingesetzt werden.
Mit bis zu 2,4 Metern pro Sekunde prüft der Molch in der Korrosions-/Wanddicken-Konfiguration, in der Riss-Konfiguration mit bis zu 1,5 Meter pro Sekunde. Die „Streckenführung“ ist dabei egal: Der Molch ist äußerst flexibel und meistert selbst enge Bögen in einer Pipeline bis 1,5 D.
Modularer Aufbau
Der Molch verfügt über 112 Sensoren in der 8-Zoll-Konfiguration (in der 6-Zoll-Konfiguration über 80), die in einem flexiblen Sensorträger eingebaut sind. Diese sammeln die Messdaten, die dann nach dem Prüflauf mithilfe einer speziellen Software ausgewertet werden. Alle NDT-Molche sind modular aufgebaut. Ein einheitliches Grundmodul muss dafür nur jeweils anders konfiguriert und mit dem entsprechenden Sensorträger versehen werden. Die Technik wird so den individuellen Anforderungen des Kunden angepasst.
Eine neue Elektronik erlaubt eine höhere Tiefenauflösung und liefert mehr Daten über die Tiefenausdehnung schadhafter Stellen, was die Zustandsbewertung von Pipelines weiter erleichtert. Die verbesserte Effizienz der Elektronik verknüpft sich dazu noch mit einer Verkleinerung, wodurch die Baulänge des Molches reduziert werden konnte. Er misst in der 6-Zoll-Konfiguration nur noch 2,7 Meter Länge und ist damit auch dort einsatzfähig, wo Molch-Schleusen nur in kleinem Umfang modifiziert werden können.
Die LineExplorer-Flotte gibt es in allen gängigen Pipeline-Größen von 6 Zoll bis hinauf zum 56-Zoll-Giganten (DN 1500). Ab 20 Zoll aufwärts gibt es Molche in kombinierter Konfiguration. So ein Molch kann in einem Durchgang zugleich Wanddicken- und Rissprüfungen vornehmen.
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