Wasserstoff-Speicherung Sichere Speicherung und Transport von Wasserstoff mithilfe von Bakterien

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

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Eines der Highlights im Rahmen des Presserundgangs auf dem Festo-Stand war das Exponat „BionicHydrogenBattery“, ein einzigartiges Konzept für die einfache Speicherung und den sicheren Transport von Wasserstoff mithilfe von Bakterien.

Von der Natur lernen, das ist das Ziel des Bionik-Teams von Festo, dem auch Dr. Nina Gaißert angehört. Auf der Achema stellte sie die „BionicHydrogenBattery“ vor. (Bild:  PROCESS/Kempf)
Von der Natur lernen, das ist das Ziel des Bionik-Teams von Festo, dem auch Dr. Nina Gaißert angehört. Auf der Achema stellte sie die „BionicHydrogenBattery“ vor.
(Bild: PROCESS/Kempf)

Wasserstoff kann nach aktuellem Stand nur mit Verfahren sicher und platzsparend gespeichert und transportiert werden, die extrem hohe oder niedrige Temperaturen sowie hohe Drücke von 150-700 bar benötigen. Dafür ist sehr viel Energie notwendig.

Mit dem vollautomatisierten biotechnologischen System BionicHydrogenBattery zeigt Festo einen völlig neuen Lösungsansatz: Der volatile Stoff wird mithilfe von Bakterien risikoarm und energieeffizient in Ameisensäure umgewandelt – und das bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen um 65 °C und geringem Druck von 1,5 bar. Die Säure lässt sich problemlos speichern und transportieren.

Am Zielort kehren die gleichen Bakterien den Prozess um und zerlegen die Säure wieder zu Kohlendioxid und Wasserstoff. Während letzterer zur Stromerzeugung verwendet werden kann, könnte das hoch reine Kohlendioxid weiter verwertet und etwa in der Getränkeindustrie eingesetzt werden. Im Exponat wird es im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zurückgeführt und erneut für die Produktion der Ameisensäure genutzt.

Kern des biologischen Prozesses ist das Bakterium Thermoanaerobacter kivui (T. kivui). Diese Bakterien verfügen über ein besonderes Enzym, welches sie in die Lage versetzt, Wasserstoff und Kohlendioxid zu Ameisensäure umzuwandeln. Entdeckt und grundlegend erforscht wurde dieser Prozess vom Team um Prof. Dr. Volker Müller, Leiter der Abteilung „Molekulare Mikrobiologie und Bioenergetik“ an der Goethe-Universität Frankfurt, mit dem das Team von Festo in dem Projekt eng zusammenarbeitet.

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