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Ceresana-Report Bio-basierte Tenside: Europas Markt steuert auf 10 Milliarden Euro zu

Von Ceresana 2 min Lesedauer

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Bio-basierte Tenside entwickeln sich zu einem zentralen Wachstumstreiber der europäischen Chemieindustrie. Laut einer aktuellen Analyse von Ceresana könnte der Markt für „grüne“ Tenside bis 2034 ein Volumen von über 10,1 Milliarden Euro erreichen.

Bio-basierte Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maiszucker oder Rapsöl gewinnen in Europa an Bedeutung – Ceresana erwarten bis 2034 ein Marktvolumen von über 10 Milliarden Euro.(Bild:  Ceresana)
Bio-basierte Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maiszucker oder Rapsöl gewinnen in Europa an Bedeutung – Ceresana erwarten bis 2034 ein Marktvolumen von über 10 Milliarden Euro.
(Bild: Ceresana)

Das Marktforschungsunternehmen Ceresana hat erstmals den europäischen Markt für bio-basierte Tenside untersucht. Tenside gehören zu den ersten chemischen Alltagsprodukten, die bereits heute in großen Mengen aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt werden. Die Marktforscher erwarten, dass diese „grünen“ Chemikalien in Europa bis zum Jahr 2034 einen Umsatz von mehr als 10,1 Milliarden Euro erreichen werden.

Besonders für Wasserlebewesen, aber auch für die menschliche Haut können bio-basierte Tenside besser verträglich sein als herkömmliche fossile Produkte. Tenside können als oberflächenaktive Substanzen die Ablösung von Schmutz erleichtern, Schaum bilden und die Vermischung von Wasser und Öl ermöglichen. Daher sind sie der Hauptbestandteil von Waschpulver und flüssigen Reinigungsmitteln. In Europa sind Haushaltswasch- und Reinigungsmittel für bio-basierte Tenside der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt: rund 46 % des gesamten Umsatzes. Dahinter folgen Körperpflegeprodukte und Kosmetika sowie industrielle Reinigungsmittel. Gebraucht werden die vielseitigen Chemikalien aber für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete, zum Beispiel auch als Emulgatoren in Hautcreme, als Dispergiermittel in Farben und Druckertinten, als antistatische Additive in Kunststoffen und Textilfasern oder als Benetzungsmittel in Düngern und Pflanzenschutzmitteln. In Zahnpasta stecken Tenside ebenso wie in Kühlschmiermitteln, Löschschaum, Desinfektions- oder Verhütungsmitteln. Industrielle Anwendungen sind zum Beispiel die Erzgewinnung und die Bioremediation von Erdöl-Feldern.

Alle Tenside haben einen wasserabweisenden und einen wasseranziehenden Teil, die jeweils beide bio-basiert sein können. Zuckertenside können zum Beispiel aus Kokos-Fettalkoholen und Glucose bestehen. Die aktuell bedeutendsten Zuckertenside sind die stark schäumenden Alkylpolyglycoside (APGs): nicht-ionische Tenside, die rein auf Pflanzenbasis produziert werden können. APGs sind weniger härteempfindlich als anionische Tenside, wirken bereits bei niedrigeren Temperaturen, sind hautverträglich, ungiftig und biologisch abbaubar. Mit diesen umweltfreundlichen Eigenschaften könnten APGs zu einer Alternative für Lineare Alkylbenzolsulfate (LAS) werden, die heute noch meistverbrauchten Erdöl-Tenside. Vielversprechende Bio-Chemikalien sind auch Glykolipide, zum Beispiel Sophorolipide und Rhamnolipide. Für viele Anwendungen werden Tenside mit anderen Chemikalien gemischt, in Waschmitteln zum Beispiel mit Komplexbildnern, die im Idealfall ebenfalls als Bio-Versionen erhältlich sind. Mischungen von petrochemischen und biogenen Chemikalien werden als „bioattribuiert“, „anteilig bio-basiert“ oder „massenbilanzierte Sorten“ vermarktet. Der anhaltende Trend zu Bio verringert nicht nur die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas, sondern eröffnet auch neue Verwertungsmöglichkeiten für organische Reststoffe, etwa für Nebenprodukte der Papierindustrie und der Biotreibstoff-Produktion oder auch für Lebensmittel-Abfälle von Supermärkten.

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