Kreislauf für Textilabfälle BASF eröffnet erste eigene Anlage für recyceltes Polyamid 6

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

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Am Standort Shanghai hat BASF eine Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 500 Tonnen eröffnet. Die Anlage stellt Loopamid, ein recyceltes Polyamid 6 auf Basis von Textilabfällen, her und ist ebenso wie die Produkte nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziert. Ziel ist es, die Verfügbarkeit nachhaltiger Materialien für die Textilindustrie zu erhöhen.

Integriert in die Polyamid-6-Anlage am Standort Caojing in Shanghai: die neue Loopamid-Anlage.(Bild:  BASF)
Integriert in die Polyamid-6-Anlage am Standort Caojing in Shanghai: die neue Loopamid-Anlage.
(Bild: BASF)

Der Chemiekonzern BASF hat die weltweit erste kommerzielle Loopamid-Anlage in Betrieb genommen. Die Produktionsanlage am Standort Caojing in Shanghai, China hat eine Jahreskapazität von 500 Tonnen und markiert nach den Worten von BASF einen wegweisenden Meilenstein für die Verfügbarkeit nachhaltiger Produkte in der Textilindustrie.

Loopamid ist ein recyceltes Polyamid 6, das ausschließlich auf Textilabfällen basiert. Die neue Anlage soll dabei helfen, die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Polyamid 6-Fasern in der Textilindustrie zu decken. „Die Technologie hinter Loopamid ermöglicht das Textil-zu-Textil-Recycling für Polyamid 6 in den verschiedensten Gewebemischungen, einschließlich Mischungen mit Elastan. Wir sind überzeugt, dass loopamid nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur textilen Kreislaufwirtschaft leistet, sondern vor allem unseren Kunden dabei hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, sagt Ramkumar Dhruva, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Monomers.

Die Anlage und die produzierten Mengen wurden nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziert. Die GRS-Zertifizierung bietet Verbrauchern und Textilherstellern die Gewissheit, dass Loopamid aus recycelten Materialien hergestellt ist und die Produktionsprozesse den GRS-spezifischen Umwelt- und Sozialkriterien entsprechen, wie zum Beispiel der Auswirkung der Produktion auf Menschen und Umwelt. Darüber hinaus nutzen erste Garnhersteller Loopamid erfolgreich.

Für die Herstellung des recycelten Materials nutzt BASF in der neuen Anlage aktuell industrielle Textilabfälle aus der Textilherstellung. Der Anteil von Altkleidern als Rohstoff wird nun schrittweise erhöht. Zu den industriellen Textilabfällen gehören Schnittabfälle, Fehlschnitte, Ausschussstücke und andere Produktionsabfälle aus der Textilindustrie. Diese werden von Kunden und Partnern gesammelt und BASF zur Verfügung gestellt. Auch alte Bekleidungsstücke aus Polyamid 6 und andere Textilprodukte, die nicht mehr verwendet werden, können für die Produktion von Loopamid genutzt werden. Solche Abfälle sind schwer zu recyceln, da sie typischerweise Mischungen aus verschiedenen Fasern und Materialien darstellen sowie Farbstoffe und Additive enthalten. Zudem müssen bei Altkleidern Knöpfe, Reißverschlüsse und Accessoires vorab entfernt werden. BASF arbeitet eng mit Partnern und Kunden zusammen, um die Entwicklung der Sammel- und Sortiersysteme zu beschleunigen.

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