Alkali-Wasser-Elektrolyse Asahi Kasei nimmt multimodulare Wasserstoff-Pilotanlage in Japan in Betrieb

Quelle: Asahi Kasei 2 min Lesedauer

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Das japanische Technologieunternehmen Asahi Kasei treibt seine Aktivitäten im Wasserstoffgeschäft weiter voran. Am 13. Mai feierten Unternehmensvertreter und Partner, darunter die japanische Regierung, die offizielle Eröffnung einer neuen Wasserstoff-Pilotanlage in Kawasaki, Japan.

In der Pilotanlage werden vier 0,8-MW-Aqualyzer-Module unter realistischen Bedingungen betrieben.(Bild:  Asahi Kasei)
In der Pilotanlage werden vier 0,8-MW-Aqualyzer-Module unter realistischen Bedingungen betrieben.
(Bild: Asahi Kasei)

Im März 2024 hat Asahi Kasei im japanischen Kawasaki eine multimodulare Wasserstoff-Pilotanlage in Betrieb genommen. Nun erfolgte die feierliche Einweihung des zukunftsweisenden Projekts. Der Pilotbetrieb von vier 0,8-MW-Modulen ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung eines kommerziellen, aus mehreren Modulen bestehenden alkalischen Wasserelektrolysesystems der 100-MW-Klasse für die grüne Wasserstoffproduktion.

Der Wasserstoffmarkt wird in den kommenden Jahren stark wachsen: Nach Angaben des Hydrogen Council wird die kumulierte globale installierte Kapazität von Wasserelektrolyseuren bis 2030 voraussichtlich etwa 300 GW erreichen. Um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, entwickelt Asahi Kasei derzeit den alkalischen Wasserelektrolyseur Aqualyzer, der für die Produktion von grünem Wasserstoff optimiert ist.

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In der Pilotanlage werden vier 0,8-MW-Aqualyzer-Module unter realistischen Bedingungen betrieben. Simuliert werden etwa der Weiterbetrieb während einer Wartung und bei einer geringen Stromversorgung während der Nacht. Darüber hinaus ist die Anlage so konzipiert, dass sie schwankende Stromeinspeisungen aus Solar- oder Windenergie simuliert. Anhand der aus diesen Versuchen gewonnenen Daten will Asahi Kasei das Anlagendesign, den Betrieb und die Steuerung des Elektrolysesystems weiter optimieren. Mit seinem Multi-Modul-Ansatz plant das Unternehmen bis zu zehn Module mit einer Kapazität von jeweils 10 MW zu kombinieren und so kommerzielle Großelektrolysesysteme mit einer Kapazität von bis zu 100 MW zu ermöglichen.

Mit dem Ziel, bis 2030 einen Gesamtumsatz von 600 Millionen Euro zu erzielen, plant das Unternehmen, im Jahr 2025 mit der kommerziellen Nutzung seiner alkalischen Wasserelektrolyseure zu beginnen. Die Pilotanlage in Kawasaki stellt für das Unternehmen einen wichtige Schritt zur Erreichung dieses Ziels dar, nachdem die 10-MW-Einzelmodulanlage im Fukushima Energy Research Field (FH2R) in Namie, Fukushima, Japan, seit 2020 erfolgreich im Langzeittest läuft. Die in Namie gesammelten praktischen Erfahrungen und der Probebetrieb in der Pilotanlage in Kawasaki sollen Asahi Kaseis Markteintritt mit großen und zuverlässigen Multimodul-Anlagen zur alkalischen Wasserelektrolyse weiter untermauern. Diese Erfahrung wird auch in die gemeinsame Machbarkeitsstudie mit Gentari und JGC für einen Elektrolyseur der 60-MW-Klasse in Malaysia einfließen, die, wie im November 2023 angekündigt, für 2027 geplant ist.

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