Industrielle Kommunikation

AS-i sichert Farbherstellung in komplexen, großen Prozessanlagen

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Safety Herausforderungen werden von AS-Interface mit Safe Link gemeistert

In diesem Projekt ging es nicht nur darum neue Maschinen und Anlagenteile mit einer intelligenten und sicheren Vernetzung zu versehen, „sondern es sollten ein großer Teil der vorhandenen Maschinen mit einbezogen werden. Und zwar ohne die Produktion stark zu beeinträchtigen“, macht der Produktmanager deutlich. Weiterhin sollte die einfache Erweiterung für die Zukunft garantiert werden.

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So wurden die Mischsysteme mit vorhandenen Safety-Systemen an AS-i angebunden. Zur sicheren Abschaltung der Maschinenteile kamen sichere AS-i-Ausgangsmodule zum Einsatz, die die Maschine dezentral stromlos schalten. „Damit ließen sich zusätzliche Verkabelungen vermeiden“, so Dr. Kern.

Für die sichere Kopplung der AS-i-Netzwerke wurde der ebenfalls im Master-Monitor befindliche Safe-Link-Anschluss mit Ethernet-Protokoll verwendet. Dr. Kern: „Über die Flachkabelleitung konnten somit die dezentralen IOs und sicheren Signale sowie die Energieverteilung erfolgen und zur Kopplung über größere Bereiche hinweg wurde auf ein separates Ethernet-Netzwerk nur für Safety gesetzt.“

Zusätzliche AS-i-integrierte Not-Halt-Taster befinden sich jetzt am Eingangsbereich der Fertigungshallen, die alle Maschinen im Sichtbereich sicher abschalten können. Die sicheren Eingangssignale, die sichere Abschaltung und die dazu nötige Logikfunktion wurden ebenfalls über AS-Interface realisiert. Per Software-Konfiguration ließ sich ohne zusätzlichen Hardware-Aufwand die Funktionalität definieren.

Die Logik für die Sicherheitstechnik wird übersichtlich oer PC-Software erstellt und dann auf den Master-Monitor kopiert. „Auf diese Art kosten Funktionen wie Timer, UND/ODER-Verknüpfungen oder Muting nur ein paar Mausklicks“, erklärt der Experte.

Zusätzlich werden die Daten zur Sicherung auf eine SD-Karte kopiert, die sich im Gerät befindet. So kann im Fehlerfall später schnell ein Gerätetausch erfolgen. Eine Service-Software lässt sich zur Installation und Fehlersuche einsetzen. Diese zeigt farbig hervorgehoben den Status einzelner Logikpfade an. Dr. Kern: „Mit dieser erweiterten Diagnose können Probleme schnell identifiziert und abgestellt werden.“

Schließlich wurde durch die zügige schrittweise planbare Erweiterung mit AS-Interface der Produktionsprozess nur minimal beeinflusst. „Dies zählt bei der Kostenbetrachtung oft mehr als der Kostenaufwand durch Automatisierungsprodukte“, sagt Dr. Kern abschließend stolz.

SPS IPC Drives: Pepperl+Fuchs, Halle 7A, Stand 330

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke elektrotechnik.

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