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Transmitter statt Schalter
Mit der 4th Edition erfolgt bei den Versorgungssystemen ein Wechsel zu modernen Transmittern. Diese sind zwar kostenintensiver als Schalter, übermitteln dafür aber kontinuierliche Messwerte. So kennt etwa die Leitwarte zu jedem Zeitpunkt den tatsächlichen Anlagenstatus und kann bei Unregelmäßigkeiten automatisch Alarm schlagen.
Überaus pragmatisch – und praxisnah – ist die Task Force auch das Thema Hitzebeständigkeit von Armaturen bei Versorgungssystemen angegangen. Gab es in der Vergangenheit häufig Debatten darüber, ob beispielsweise ein Versorgungssystem bei einer für 400 °C zugelassenen Pumpe mit Spezialarmaturen bestückt werden müsse, wurde die Temperaturspezifikation für die Instrumentierung jetzt auf praxisgerechte 100 °C limitiert. Bei höheren Temperaturen ist künftig eine spezielle kundenseitige Spezifikation vorgesehen.
Rote Stopfen kennzeichnen Produkte nach der API 4th Edition
Zu den wesentlichen Verbesserungen – neben all den technischen Ergänzungen und Updates – gehört die klarere Gliederung des neuesten API-Regelwerks. Der Textteil wurde gestrafft und neu strukturiert, während technische Details und Hintergrundinformationen in den Anhang gestellt wurden.
Ein besonderes Detail der 4th Edition sind die neuen roten Stopfen, die bei Auslieferung in den Versorgungsanschlüssen des Dichtungsdeckels stecken. Diese Kunststoffverschlüsse sorgen dafür, dass kein Schmutz in die Dichtung eindringen kann. Im Betrieb werden die Anschlüsse entweder mit Rohrleitungen belegt oder die Kunststoffstopfen durch beiliegende Metallstopfen ersetzt. Schöner Nebeneffekt: API-Dichtungen der neuen 4th Edition lassen sich schnell und problemlos durch die roten Stopfen identifizieren.
* Thomas Böhm ist Head of Standardization – Divison Mechanical Seals & API Task Force-Mitglied und Markus Fries, Product Manager bei Eagle Burgmann
* Kontakt: +49 (0) 8171 23 0
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