09.05.2012

Neue Einblicke in die Festkörpereigenschaften durch Untersuchungen an technischen Oberflächen

Untersuchungen zu Adsorptions- und Desorptionsprozessen an technischen Oberflächen

Das Wissen über die Adsorption von in Flüssigkeit gelösten Verbindungen an Festkörperoberflächen ist für das Abstimmen der Materialeigenschaften und die Prozessoptimierung von großer Bedeutung.

Das SurPASS von Anton Paar ist ein hochempfindliches Gerät für die Analyse von Festkörperoberflächen und daher perfekt für das Beobachten von Adsorptionsprozessen geeignet.

Seine Fähigkeit, das Strömungspotenzial und den Strömungsstrom mit der höchsten Empfindlichkeitsstufe zu messen, ermöglicht das Erkennen von Adsorptionsphänomenen.

Die Software Attract visualisiert Adsorptionsvorgänge in leicht verständlicher Weise und automatisiert das Messgerät SurPASS für Untersuchungen von Adsorptions- und Desorptionsprozessen an technischen Oberflächen.

SurPASS und die Software Attract bieten eine neue Methode für

  • das vollautomatische Untersuchen von
  • Zeit- und Konzentrationsabhängigkeiten von Adsorptionsprozessen
  • an technischen Oberflächen.

Anwendung findet diese Methode hauptsächlich für die Herstellung von Reinigungsmitteln und Kosmetik, für den Bereich nasschemische Reinigung wie auch für biotechnologische und medizinische Untersuchungen.

Das SurPASS nutzt die Veränderungen in der Oberflächenladung an der Fest/flüssig-Schnittstelle bei Adsorption und Desorption. Die Oberflächenladung und ihre Veränderungen werden durch das Zetapotenzial beschrieben. Wenn makroskopische Festkörperoberflächen untersucht werden, wird das Zetapotenzial durch Strömungspotenzial- und Strömungsstrommessungen bestimmt.

Die Kombination aus SurPASS und der Software Attract liefert eine umfassende und direkte Analyse der Chemie von Festkörperoberflächen unter Umgebungs- und Betriebsbedingungen.

Das SurPASS bringt Sie der Wahrheit einen Schritt näher

Direkte Methode: Adsorptions- und Desorptionsprozesse werden direkt an festen Materialien gemessen. Es müssen keine Modelloberflächen vobereitet werden.

Adsorption an technischen Oberflächen: Die SurPASS-Methode ermöglicht Untersuchungen von Adsorptions- und Desorptionsprozessen an technischen Probenoberflächen. Mögliche Änderungen der Oberflächeneigenschaften, die auf die Lagerung, das Altern oder die Abnützung durch den Betrieb zurückzuführen sind, werden erkannt und beschrieben.

Für alle Arten von Festkörpern: Die verschiedenen Messzellen des SurPASS bieten Platz für feste Proben verschiedenster Größe und Form.

Kombination mit Oberflächenanalyse: Sobald der Adsorptionsprozess beendet ist, gibt eine weitere Oberflächencharakterisierung mit dem SurPASS Aufschluss über die Chemie des adsorbierten Materials.

Simulation von echten Strömungsverhältnissen: Die Strömung der Flüssigkeit über planare Oberflächen oder durch permeable Proben ähnelt einem wirklichen Vorgang, z. B. dem Spülen beim Haarewaschen oder dem Blutstrom in den Adern.

Zeit- und Konzentrationsabhängigkeiten: Sowohl Adsorptionskinetik (Zeitabhängigkeit) als auch Adsorptionsisotherme (Konzentrationsabhängigkeit) sind der Erforschung direkt zugänglich, indem die entsprechende Änderung im Zetapotenzial beobachtet wird. 

Direkte Informationen: Die SurPASS-Methode erlaubt eine direkte Visualisierung von Adsorptions- und Desorptionsprozessen an festen Materialien ohne komplizierte Auswertungen oder Expertenwissen.

SurPASS und Attract verknüpfen das Zetapotenzial mit der Analyse von Adsorptionsvorgängen – für ein tiefer gehendes Verständnis von Materialeigenschaften.