MES und PLS zusammenführen

25 Jahre Proleit – Weg vom reinen Automationsdenken hin zum ganzheitlichen Prozess mit MES und PLS

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PROCESS: Wo liegen die größten Herausforderungen von heutigen Automatisierungsprojekten in der Pharmaindustrie?

Wölfl: Die Herausforderung liegt vor allem in der Durchgängigkeit und der Schaffung der geforderten wirtschaftlichen Transparenz. Eine weitere Aufgabe liegt darin, dass, wenn man die klassische Automatisierungspyramide betrachtet, die Ebenen MES und PLS immer noch häufig als zwei Einheiten gesehen und vom Kunden oftmals als zwei separate historisch gewachsene Systeme betrachtet werden. Diese konservative Trennung gilt es künftig aufzulösen. Durch die Zusammenführung von MES-Funktionen in einem PLS zu einem System können doppelte Schnittstellen und doppelte Benutzergruppen vermieden werden - eine enorme Arbeitserleichterung für den Anlagenbetreiber was die Prozessführung und das Systemhandling bzgl. Erweiterbarkeit betrifft. Dazu bedarf es aber noch langer Überzeugungsarbeit, da gerade in der Pharmazie häufig noch eine strikte Trennung der Ebenen PLS / MES herrscht. Diese findet man meist auch in der Organisationsstruktur auf Kundenseite wieder. Wir betrachten das Aufgabenfeld MES und PLS als technische IT, die nicht getrennt sein sollte.

PROCESS: Welche besonderen Lösungen bietet Proleit für diese Anforderungen?

Wölfl: Wir bieten mit unserer Systemfamilie Plant iT eine vollintegrierte Systemlandschaft für die unterschiedlichsten Bereiche einer Anlage. So wird häufig Plant Batch iT als Rezeptursystem für diskontinuierliche Prozesse eingesetzt. Dies erlaubt eine Trennung von technologischen Abläufen und eingesetzten Materialien. Mit unserer prozessorientierten Materialwirtschaft Plant iT material schaffen wir die nötige Durchgängigkeit um z.B. die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, aber auch um Rezeptoptimierungen, abhängig von den Rohstoffparametern, durchzuführen. Die Offenheit der Systemfamilie Plant iT erlaubt es uns, die Migrationszeiten nahezu ohne Stillstandzeiten und daher meist ohne nennenswerte Produktionsausfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Auch Aufwendungen für Requalifizierungsmaßnahmen werden durch die objektorientierte System-Infrastruktur klein gehalten.

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