Länderreport Nigeria Zwischen Erdöl und sozialen Unruhen

Autor / Redakteur: Dr. Inge Hackenbroch, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Nigerias Wirtschaft befindet sich dank der guten Gewinne aus dem Ölgeschäft weiterhin auf einem stabilen Wachstumspfad. Aber die Konflikte zwischen dem Norden und Süden und religiöse Spannungen schüren die Angst vor einem Bürgerkrieg. 2012 wird ein ein schwieriges Jahr für Nigeria, auch wegen der Instabilität der internationalen Finanzwirtschaft.

Firmen zum Thema

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und grenzt an Benin, Niger, Tschad und Kamerun. (Bild: CIA)
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und grenzt an Benin, Niger, Tschad und Kamerun. (Bild: CIA)

Bonn – Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat wirtschaftlich immer noch schwer zu kämpfen und die Demokratisierung des Landes wird von religiösen Fundamentalisten und der zunehmenden Armut bedroht. Bei den Exporten ist das westafrikanische Land stark von den Erdölpreisen auf dem Weltmarkt abhängig wobei sich das Wachstum der Nigerianischen Wirtschaft, wie schon in den vergangenen Jahren, vor allem auf die Sektoren außerhalb der Erdölwirtschaft stützt. Die Prognosen für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen für die kommenden fünf Jahre bei durchschnittlich sieben Prozent im Jahr.

Hoffnungslosigkeit und soziale Missstände

Nigeria kommt politisch nicht zur Ruhe. Christen und Muslime liefern sich seit Jahren blutige Kämpfe. Doch es geht nur auf den ersten Blick um Religion, vielmehr geht es um die Kluft zwischen Arm und Reich und die Hoffnungslosigkeit der wenig gebildeten Mehrheit der Nigerianer. Das Leben ist für sie beschwerlich.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Die öffentliche Stromversorgung durch die viel beklagte Staatsgesellschaft "NEPA" zählt zu den schlechtesten in Subsahara-Afrika, die Straßeninfrastruktur ist dem zunehmenden Verkehrschaos kaum gewachsen und von einer medizinischen Versorgung kann nicht die Rede sein.

(ID:31643410)