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Pneumatische Förderanlagen

Zwangsräumung für Schüttgüter

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Die Ursache für diese hohe Differenz an aufzuwendender Energie ist in den unterschiedlichen Arbeitsweisen von Schneckenpumpe und Räumzellenradschleuse begründet. Die Schneckenpumpe erzeugt für einen leckagegasfreien Betrieb einen hochverdichteten Materialstopfen am Ende der Schneckenspindel. Dafür wird eine große Antriebsleistung benötigt. Hinzu kommt ein natürlicher Druckverlust am Düsenaustritt von ca. 0,3 bar für die Bereitstellung der notwendigen Fördergeschwindigkeit.

Eine Räumschleuse benötigt diese große Antriebsleistung nicht. Ebenso entsteht kein Druckverlust, da das Schüttgut schonend in die Förderleitung gegeben wird. Das entstehende Leckagegas wird über einen Leckgassammler abgeführt. In verschiedenen Förderversuchen hat Kreisel den Leckgassammler optimiert, sodass ein behinderungsfreier Eintrag des Materials in die Schleuse bei einem konstant guten Füllungsgrad realisiert werden kann.

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Neben Schneckenpumpen können auch Durchblasschleusen als Eintragsorgane für pneumatische Förderungen eingesetzt werden. Durchblasschleusen besitzen einen integrierten Förderleitungsanschluss. Das Zellenrad ist ohne Seitenscheiben ausgeführt, wodurch die Förderluft jede Kammer des Zellenrades durchströmt. Aufgrund der geringen Energie- und Betriebskosten bietet dieser Schleusentyp ebenfalls große Vorteile im Betrieb gegenüber Schneckenpumpen. Innerhalb der Durchblasschleuse gibt es jedoch einige Bereiche, die nur sehr schwer gegen Verschleiß geschützt werden können. Erfahrungsgemäß treten diese kritischen Bereiche an der Stirnseite des Lagerschildes, besonders an der Austragsseite, und am Wellendurchgang des Gehäuses auf. Durchblasschleusen werden bei Anwendungen mit stark schleißendem Material damit natürliche Grenzen gesetzt.

Gleichmäßige Förderung selbst bei schwierigen Produkten

Im Gegensatz dazu verlagert die Kreisel-Hochdruck-Keramik-Räumzellenradschleuse die Verschleißerscheinungen hauptsächlich auf den Blasschuh und das Räummesser, die einfach und verhältnismäßig kostengünstig ausgetauscht werden können. Der Verschleiß aufgrund von Leckagegas wird durch die Keramikauskleidung kompensiert.

Mögliche Einsatzgebiete der Hochdruck-Keramik-Räumzellenradschleusen sind praktisch alle Anwendungen bei denen ein hoher Förderdruck ab ca. 0,5 bar benötigt wird. Verarbeitende Zweige der Steine- und Erden-Industrie, insbesondere der Zementindustrie, bilden eine Kernbranche der Hochdruck-Keramik-Räumzellenradschleuse.

Als weitere Anwendungsgebiete sind Elektrizitäts- und Heizkraftwerke zu nennen, bei denen es beispielsweise durch Müllverbrennung zur Energiegewinnung zu Komplikationen im Prozess der gleichmäßigen Förderung kommen kann. Zukünftig ermöglicht die ZSR-H auch bei schwierigen Randbedingungen wie schleißende und agglomerierende Eigenschaften der Schüttgüter, einen sicheren Eintrag in pneumatische Förderanlagen.

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