Prozessautomation brummt ZVEI prognostiziert deutliches Wachstum

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die elektrische Prozessautomation in Deutschland wächst 2017 deutlich. Auftragseingänge aus China, USA und Zentraleuropa sollen laut dem Zentralverband der deutschen Elektronik-Industrie (kurz ZVEI) für ein Wachstum von sechs bis sieben Prozent sorgen. Und auch im kommenden Jahr gehen die Automatisierer von einer positiven Entwicklung aus.

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Die Prozessautomation wächst im Jahr 2017 deutlich.
Die Prozessautomation wächst im Jahr 2017 deutlich.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Frankfurt am Main – „Nach einem geringen Zuwachs bei den weltweiten Auftragseingängen im vergangenen Jahr, rechnen wir für das Jahr 2017 mit einem währungsbereinigten Wachstum von etwa sechs bis sieben Prozent. Stimmung und Lage in der Branche sind derzeit gut“, sagt Nikolaus Krüger, Vertriebsvorstand bei Endress+Hauser und Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im ZVEI-Fachverband Automation.

Das Wachstum des Branchensegments werde von Bestellungen in China, USA und Zentraleuropa getrieben, so der Verbandssprecher. Im Mittleren Osten, Indien und Brasilien gestalte sich das Geschäft dagegen noch verhalten. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe voraussichtlich auch im kommenden Jahr positiv. Wenn sich die Situation auf dem internationalen politischen Parkett nicht verschärft, sei ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich denkbar, so Krüger.

Wachstumsimpulse setzen vor allem die Branchen Chemie, Wasser, Nahrungs- und Genussmittel sowie Mineral & Mining. Das Öl- & Gas-Geschäft springt langsam wieder an, während sich das Kraftwerks-Geschäft noch verhalten gestaltet. Instrumentierung und Prozessanalytik, insbesondere Flüssigkeitsanalyse, laufen nach wie vor besser als das Projektgeschäft. Krügers Aussage zufolge treibt die Prozessautomation den digitalen Wandel weiter voran. Das Geschäft mit Industrie-4.0-Lösungen wachse stetig. Besonders Softwarelösungen zur Prozessanlagensteuerung würden immer stärker nachgefragt werden, heißt es aus der Verbandszentrale in Frankfurt.

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