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ACHEMA-Wirtschaftspressekonferenz: Prozessautomation ZVEI erwartet Spitzenjahr in 2012

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Das Vorkrisenniveau der Prozessautomatisierung von 2008 wurde 2011 erstmals wieder übertroffen. Zum zweiten mal in Folge erzielte die Branche ein zweistelliges Wachstum bei den weltweiten Auftragseingängen und Nettoumsätzen. Für 2012 erwartet der Fachverband ZVEI ein Spitzenjahr.

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ZVEI-Vizepräsident Michael Ziesemer lobt die Exportstärke der deutschen Unternehmen und erwartet 2012 ein Spitzenjahr für die Prozessautomation. (Bild: Ernhofer)
ZVEI-Vizepräsident Michael Ziesemer lobt die Exportstärke der deutschen Unternehmen und erwartet 2012 ein Spitzenjahr für die Prozessautomation. (Bild: Ernhofer)

Frankfurt a.M. – Mit den Worten "Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 zurück", eröffnete ZVEI-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im Fachverband Automation Dipl.-Ing. Michael Ziesemer seine Rede bei der ACHEMA-Wirtschaftspressekonferenz.

Der COO der Endress+Hauser Gruppe betonte besonders die Exportstärke deutscher Unternehmen. Die stark von mittelständischen Unternehmen geprägte Branche mit 104 000 Mitarbeitern und einer Produktionsleistung von über zehn Milliarden Euro sorgte 2011 für einen Export von 12,9 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen Importe von 6,2 Milliarden Euro.

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"Der Marktanteil deutscher Hersteller hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt", kommentiert Ziesemer die konstant steigende Produktivität der Prozessautomations-Branche und spielt auf den Verlust der USA und den starken Gewinn von China am Weltproduktionsanteil an.

Energieeffizienz – Investitionen werden sich auszahlen

"Unsere Kunden beschäftigt in besonderer Weise die Energieeffizienz", betonte Ziesemer und erwähnt anschließend den produktionsbedingten, hohen Energieverbrach der verfahrenstechnischen Branchen.

Im Schnitt der verfahrenstechnischen Industrien geht ZVEI davon aus, dass sich der Energieverbrach projektbezogen und langfristig um 25 Prozent senken lässt.

Der Fachverband ist der Meinung, dass die Lebenszykluskosten als relevantes Kriterium für Investitionsentscheidungen herangezogen werden sollten. Zusammen mit Deloitte hat ZVEI im letzten Jahr ein herstellerneutrales, betriebswirtschaftliches Lebenszykluskosten-Berechnungstool erstellt.

Eine Energieeffiziente Produktion schont aber nicht nur die Umwelt, sondern laut einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants auch den Geldbeutel der Anwender. Mit einem Invest von zehn Milliarden Euro für intelligente Prozesstechnologien würden sich nach diesen Berechnungen 42 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 sparen lassen.

"Wir sehen aber auch, dass das Thema Energieeffizienz umfassender, ganzheitlicher in das Management der Ressourcen Einzug hält und sich ein Wandel von der Optimierung der Energieeffizienz zur Ressourceneffizienz vollzieht. Wir reden also neben der Energie auch über Wasser und über Rohstoffe, die für die Produktionsprozesse in den verfahrenstechnischen Industrien notwendig sind", resümiert Ziesemer zum Abschluß seiner Rede.

Andere Stimmen auf der ACHEMA-Pressekonferenz

Lesen Sie auch die Statements, Bilanzen und Ausblicke der anderen Podiumsteilnehmer der ACHEMA-Wirtschaftspressekonferenz 2012Dr. Utz Tillman (VCI), Dipl.-Phys.Mathis Kuchejda (Spectaris), Dipl.-Ing. Gottlieb Hupfer (VDMA), Dr. Thomas Scheuring (Dechema Ausstellungs-GmbH) und Professor Dr. Kurt Wagemann (DECHEMA).

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