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Hannover Messe 2016 ZVEI blickt positiv auf Entwicklung der deutschen Elektroindustrie

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Im Rahmen der Hannover Messe 2016 betonte der ZVEI auf einer Pressekonferenz die Bedeutung des amerikanischen Absatzmarkts für die deutsche Elektroindustrie. Das Exportplus von 9,5 % aus 2015 im Vergleich zum Vorjahr ist für den Fachverband aber nicht die einzig positive Nachricht, denn Industrie 4.0 scheint sich bei den Unternehmen immer mehr durchzusetzen.

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Für das Geschäftsjahr 2016 geht der ZVEI von einem Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent aus.
Für das Geschäftsjahr 2016 geht der ZVEI von einem Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent aus.
(Bild: © James Thew - Fotolia)

Hannover – 11 % der Ausfuhren der deutschen Automation gingen 2015 in die USA. Das sind 9,5 % mehr als im Jahr 2014. „Die USA sind das richtige Partnerland zur richtigen Zeit. Eine neue Phase der Zusammenarbeit kann in Hannover initiiert werden“, sagte Gunther Kegel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, auf der Pressekonferenz des Fachverbands zur Hannover Messe 2016.

Der Weltmarkt Automation ist im Jahr 2014 auf 435 Milliarden Euro gewachsen und hat sich damit auf hohem Niveau stabilisiert. Der deutsche Anteil an der Weltproduktion ist wieder leicht gestiegen. Deutschland bleibt auf Platz drei, sowohl der weltgrößten Anwender als auch Produzenten von Automationsgütern. Die Plätze eins und zwei belegen weiterhin China und die USA. Unverändert ist der Überschuss an Produktion gegenüber den Anwendungen bei der deutschen Automation.

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„Insgesamt gehen wir optimistisch von zwei bis drei Prozent Umsatzwachstum für das Jahr 2016 aus. Nach einem eher zögerlichen Start ins Jahr 2016 bestätigt der Monat Februar einen positiven Trend in der Automation“, so Kegel. „Auch im Bereich Messtechnik und Prozessautomatisierung sind die Unternehmen verhalten optimistisch für das Jahr 2016“, bestätigt Stephan Neuburger, stellvertretender Vorsitzender Fachbereich Messtechnik und Prozessautomatisierung im Fachverband Automation. Positiv sei das Plus von 4,5 % mehr Ausfuhren in die USA im Jahr 2015 bei den deutschen Unternehmen der Messtechnik und Prozessautomatisierung. Die Exporte in die EU-Staaten wuchsen 2015 gemächlich um 1,5 %, im restlichen Europa waren es mit 5,1 % etwas mehr.

Industrie 4.0 bleibt beherrschendes Thema

„Industrie 4.0 kommt in den Unternehmen an. Das sehen wir heute an vielen konkreten Industrie-4.0-Anwendungsfällen. Das ist ein sehr gutes Ergebnis – es ist auch auf der Hannover Messe 2016 das dominierende Thema“, so Kegel. „Letztes Jahr präsentierten wir zur Hannover Messe das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0, kurz Rami 4.0. Heute liegt es bereits als DIN SPEC (91345) vor“, so Kegel weiter. „Das ist wichtig und notwendig, denn wir brauchen internationale Standards und Zusammenarbeit, um Industrie 4.0 unternehmens- und branchenübergreifend umzusetzen.“

Gemeinsam mit Bitkom, DIN, DKE und VDMA hat der ZVEI dafür vor kurzem aus der Plattform Industrie 4.0 heraus das „Standardization Council“ gegründet. Ziel der Initiative ist es, Industrie-4.0-Standards zu initiieren und diese national sowie international zu koordinieren. Auch die Zusammenarbeit in Initiativen wie dem Labs Network Industrie 4.0 sichere den Erfolg der deutschen Wirtschaft bei Industrie 4.0. Der Verein Labs Network berät und unterstützt den deutschen Mittelstand bei Fragen zur Umsetzung von Industrie 4.0.

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