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Zukunft der Chemieindustrie steht auf wackeligen Beinen

| Autor / Redakteur: Achim Haug, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Die Versorgung mit den Grundstoffen der Chemieindustrie soll in Südchina ausgebaut werden. Die Petrochemie, die aus rund 100 meist großen und sehr kapitalintensiven Betrieben besteht, bekommt daher Zuwachs. Die Betriebe liegen am Rande des Perlflussdeltas, dem ökonomischen Zentrum Südchinas. Nachdem jahrelang kein neues Projekt mehr in Guangdong auf den Weg gebracht wurde, überschlugen sich Anfang 2012 die Meldungen. Dabei kommen bei zwei Großprojekten ausländische Partner zum Einsatz, die jeweils die Versorgung mit dem Grundstoff Öl sicherstellen.

Die Regierung in Guangzhou hat die Petrochemiesparte zu einer Schlüsselindustrie ausgerufen und sich im "Guangdong Development Plan 2008 to 2020" eine aktivere Politik zur Industrieansiedlung vorgenommen. Allerdings sind in den vergangenen Jahren trotz hoher Nachfrage keinen neuen Kapazitäten entstanden.

Ende April 2012 war Grundsteinlegung für eine Raffinerie, die das Joint Venture von China National Petroleum Corp. (CNPC) mit Petroleos de Venezuela in Jieyang (Huilai) baut. Bis 2016 entstehen Gesamtkapazitäten von 400.000 Barrel pro Tag. Die Produktion soll 2014 beginnen. Bis dahin ist geplant, 57 Mrd. Renminbi Yuan (RMB; knapp 6,9 Mrd. Euro; durchschnittlicher Devisenkurs Januar bis Ende April 2012: 1 Euro = 8,27 RMB) zu investieren. Neben 50 Mio. t Raffineriekapazitäten soll 1 Mio. t Ethylen pro Jahr erzeugt werden.

Aus Kuwait kommt das Öl für das zweite Projekt beim Tiefseehafen Zhangjiang. Für 9 Mrd. US$ werden dort von Kuwait Petroleum Corp. und Sinopec eine Raffinerie für 300.000 Barrel pro Tag und ein 1-Mio.-t-Ethylenkomplex errichtet, der die Kunststoff-, Kunstfaser- und Gummiherstellung versorgen wird. Geplanter Produktionsstart ist 2015. Auch die Sinopec-Raffinerie in der Hafenstadt Maoming wird ausgebaut beziehungsweise verbessert. Sie ist eine der fortschrittlichsten Anlagen von Sinopec mit derzeit 13,5 Mio. t/Jahr Kapazität.

Auch die China National Offshore Oil Corporation CNOOC will nicht zurückstehen und plant für die Raffinerie in Huizhou eine Phase 2, in der bis 2014 die jährliche Kapazität um weitere 10 Mio. t gesteigert werden soll.

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