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13.04.2015

Metallisch dichtende Armaturen – ein Praxisbericht

…am Beispiel der Extraktionstechnologie. Extraktionswerke verarbeiten unter anderem tierische Nebenprodukte zu den beiden Nebenprodukten Tiermehl und Extraktionsfett.

Diese Zwischenprodukte wurden früher unter anderem zur Tierfütterung eingesetzt. Heute dienen die Zwischenprodukte als Energierohstoffe.

Dabei wird das Extraktionsfett in der Dampfproduktion und das Tiermehl als Heizstoff bei der Zementherstellung in Zementwerken eingesetzt. Abgesehen davon, dass natürlich im gesamten Produktionsbereich Industriearmaturen wie zum Beispiel Kugelhähne, Klappen und Ventile im Einsatz sind, erhebt der Bereich „Sterilisation“ besondere Ansprüche.

Dabei geht es um erhöhte Temperaturen bis 133°C und stark abrasive Produkte, die immer besondere Ansprüche an Armaturen stellen. Hier ist das Einsatzgebiet von metallisch dichtenden Armaturen, speziell Segmentventilen, die auch oft als Kalottenventile bezeichnet werden, prädestiniert. Im Allgemeinen werden metallisch dichtende Armaturen bei hohen Betriebstemperaturen, hohem Druck und/oder abrasiven Medien eingesetzt.

Bei der Extraktionstechnik sind die sehr unterschiedlichen Feststoffe der tierischen Nebenprodukte (Knochen, Fell, Gewebe…) in deren abrasiven Wirkung die grosse Herausforderung. Diese Ausgangsprodukte verschleissen die Sitzdichtungen normalerweise extrem schnell, beanspruchen die gesamte Konstruktion und verursachen Torsion auf den Schaltwellen. Eine Lösung für dieses Problem und ähnliche Anwendergebiete sind metallisch gedichtete Armaturen, im beschriebenen Fall, Segmentventile. Die entscheidenden Vorteile dieser Armaturen liegen in deren Konstruktion. Die Sitzdichtungen sind gekammert und stehen nicht im direkten Produktestrom, können aber je nach Anforderung auch angefedert sein, sind  schnell und sicher revidierbar, ermöglichen durch das Halbkugelsystem (=Segment) eine schnelle Reinigung auch während des laufenden Prozesses. Segmentventile sind stets, konstruktiv bedingt, mit einem Gegenlager ausgestattet. Diese Konstruktion ermöglicht eine höhere Funktionssicherheit der Armatur besonders bei abrasiven Produkten und höheren Druckdifferenzen zwischen Ein- und Ausgangsseite.

Als Anbieter einer breiten Palette von metallisch dichtenden Armaturen, verfügt Zuercher Technik AG über eine langjährige Anwendererfahrung für diese Art der Armaturen. So werden seit Jahren beispielsweise  in der       TMF AG in Bazenheid eben solche Segmentventile, unter anderem in der Sterilisation, erfolgreich eingesetzt. Diese zeichnen sich durch längere Standzeiten, hohem Qualitätsstandard und revisionsfreundlicher Konstruktion aus. Je nach Anwenderzweck werden exzentrische und doppelexzentrische Konstruktionen verwendet oder es werden kunden- und anwenderspezifische Applikationen mit dem Konstrukteur, dem Armaturenhersteller und dem Anlagenbetreiber gemeinsam entwickelt. 

Durch umfangreiche Investitionen in die Abwasser- und Luftreinigung, sowie in die Sicherstellung einwandfreier hygienischer Verhältnisse erreichte die TMF in den vergangenen Jahren einen vorbildlichen Umweltstandard.

So konnten die  Emissionen  in allen Bereichen der TMF AG auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Der Betrieb  wurde bereits 1997 nach der ISO-14001-Norm ausgezeichnet.

Auch Industriearmaturen bilden einen wesentlicher Bestandteil des heute überall geforderten Umweltbewusstseins.  „Wegwerfarmaturen“ und ähnliche Niedrigqualitäten laufen diesen allseitigen Bemühungen der verantwortungsbewussten Industrie zuwider.

Murad Schonath, www.zuercher.com

Mit freundlicher Unterstützung der TMF AG, Bazenheid