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Weiterbildung Prozessindustrie Zu wenig Weiterbildung in der chemischen Prozessindustrie

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Technische Fach- und Führungskräfte erhalten nicht genügend Weiterbildung. Dieser Meinung ist ein Drittel der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen von Unternehmen aus der chemischen Prozessindustrie, die das VDI (Verein Deutscher Ingenieure) Wissensforum im Rahmen der Umfrage „VDI-educating II“ befragt hat. Jeder Fünfte gibt zudem an, dass es in ihrem eigenen Unternehmen nicht ausreichend Weiterbildungsangebote gibt.

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Am Puls der Zeit bleiben: Unternehmen aus der chemischen Prozessindustrie bewerten die Weiterbildung in technischen Fachkompetenzen als unerlässlich.
Am Puls der Zeit bleiben: Unternehmen aus der chemischen Prozessindustrie bewerten die Weiterbildung in technischen Fachkompetenzen als unerlässlich.
(Bild: VDI/Thomas Ernsting )

Düsseldorf - Im Rahmen der Umfrage wurde rund 500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche aus den sieben Ingenieursbranchen Automobil, Maschinen- und Anlagenbau, Kunststoffindustrie, Prozessindustrie, Energie, Landtechnik und Bautechnik befragt. Demnach sind die Geschäftsführer und Personaler in der chemischen Prozessindustrie überzeugt, dass die Qualifikation der Mitarbeiter für ihr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist (100 Prozent) und Weiterbildung maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt (96,1 Prozent). Allerdings geben lediglich mehr als drei von vier (79,5 Prozent) der Befragten an, ihren Mitarbeitern ausreichend Weiterbildung zu bieten.

Überraschendes Ergebnis

„Dieses Ergebnis ist nicht nachvollziehbar“, sagt Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums. „Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig.“

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2010 hatte das VDI Wissensforum bereits technische Fach- und Führungskräfte in verschiedenen Branchen nach ihrer Weiterbildungssituation befragt. In der chemischen Prozessindustrie hatte mehr als die Hälfte (57,7 Prozent) die Fortbildungsmöglichkeiten für nicht ausreichend gehalten. Das war das höchste Branchenergebnis bei der gesamten Umfrage. Befragt nach den möglichen Gründen für diese Aussage, geben nun ein Drittel (33,3 Prozent) der Geschäftsführer und Personaler zu, dass diese Einschätzung verständlich ist, da tatsächlich weniger Weiterbildung angeboten wird als nötig ist. Zwei Drittel (67,9 Prozent) sind dagegen der Meinung, das Weiterbildungsangebot werde von den Mitarbeitern geringer wahrgenommen als es tatsächlich ist. 41,0 Prozent sagen, dass andere Unternehmen offenbar weniger in Weiterbildung investieren als sie selbst.

Fachkompetenz ist und bleibt am wichtigsten

Einig sind sich die Geschäftsführer und Personalverantwortlichen darüber, welche Art von Schulung am wichtigsten ist: 84,6 Prozent der Befragten sehen die Fachkompetenz als wichtigste Kompetenz an (Platz eins oder zwei der angestrebten Weiterbildungsmaßnahmen). Danach folgen mit Abstand Unternehmerische Kompetenz (44,8 Prozent) und Personale Kompetenz (29,5 Prozent) sowie Soziale Kompetenz (23,1 Prozent). „Die Bewertung zeigt, dass Fachkompetenz die wichtigste Voraussetzung ist und bleibt, um mit den aktuellen technischen Entwicklungen mitzuhalten“, kommentiert Taubitz das Ergebnis.

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