Vorausschauende Wartung Zielgerichtet und echt jetzt! – Durchflussmessgeräte-Konzept vereinfacht Gerätediagnose

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Peter Dietrich* / Wolfgang Ernhofer

Vorausschauende Wartung: Innovatives Durchflussmessgeräte-Konzept ermöglicht eindeutige Aussage zum Qualitätszustand des Sensors – Moderne Feldgeräte wie Coriolis-Massemesser können bereits heute eine Vielzahl an Diagnoseinformationen liefern. In der Praxis sind diese Funktionen aber meist komplex in der Bewertung oder schwer zugänglich, um eine vorausschauende Wartung umzusetzen. Diese Zeiten sind jetzt vorbei!

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Einfacher Gerätezugang und Datenübertragung mit Smartphone, Tablet PC oder Laptop.
Einfacher Gerätezugang und Datenübertragung mit Smartphone, Tablet PC oder Laptop.
(Bild: Endress+Hauser)

Gerätediagnosen zur Umsetzung „vorausschauender Wartung“ werden in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle in der MSR-Technik spielen. Vorausschauende Wartung ermöglicht eine zielgerichtete Instandhaltung durch optimierte Planung von Wartungsarbeiten. Sie bietet Kostenvorteile im Vergleich zu zeitbasierter vorbeugender Wartung, weil Wartungsarbeiten nur, wenn erforderlich, durchgeführt werden müssen.

Im Vergleich zu reaktiver Instandsetzung gewährleistet sie erhöhte Anlagenverfügbarkeit, da keine ungeplanten Ausfälle verursacht werden. Insbesondere bei Durchflussmessgeräten ist die Umsetzung einer vorausschauenden Wartung besonders interessant, da Durchflussmessgeräte direkt in dynamischen Prozessen integriert sind.

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Zudem bieten insbesondere Coriolismasse-Durchflussmessgeräte als Multiparametersysteme eine hohe Informationsdichte, auch an Diagnoseparametern. Ein Geräteaustausch bei Durchflussmessgeräten ist durch das „Loch in der Leitung“ mit hohem Aufwand und Prozessunterbrechung verbunden. Aufgrund des relativ hohen Messstellenpreises bei Durchflussmessgeräten sind vorausschauende Wartungskonzepte hier besonders lohnend.

Bisher: Referenzbedingungen erforderlich

Bisher sind Diagnoseparameter zur vorausschauenden Wartung bei Durchflussmessgeräten entweder nicht vorhanden oder lassen keine eindeutige Aussage zum Gerätezustand zu. Meist ist zur Auswertung im Rahmen einer vorausschauenden Wartung die Interpretation mehrerer Diagnoseparameter erforderlich. Diese wiederum sind abhängig von Prozess- und Stoffdaten – für eine Aussage sind also vergleichbare Referenzbedingungen erforderlich. Da bislang kein direkter linearer Zusammenhang von Diagnoseparametern zu Abnutzungsvorrat besteht, war auch keine Extrapolation zur Berechnung des optimalen Wartungszeitpunktes möglich.

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