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Pulverentwicklung Zerkleinerungstechnikum mit erweiterten Funktionen neu eröffnet

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Seit über 15 Jahren betreibt Fraunhofer Umsicht Forschung und Entwicklung im Bereich der Pulverherstellung mittels kryogener Mahlung für verschiedenste Anwendungen. Das Zerkleinerungstechnikum ist nun umgebaut und neu in Betrieb genommen worden - mit erweiterten Funktionen für den Kunden.

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Das Zerkleinerungstechnikum bei Fraunhofer Umsicht
Das Zerkleinerungstechnikum bei Fraunhofer Umsicht
(Bild: Fraunhofer Umsicht)

Oberhausen – Im Zerkleinerungstechnikum stehen Materialien wie Thermoplaste, Elastomere, Duromere, Naturstoffe, Wachse, Minieralien und Metalle (bis Mohs-Härte 4) im Mittelpunkt. Das Team von Fraunhofer Umsicht untersucht ihre Verarbeitungsfähigkeit ganz individuell nach Kundenwünschen. Das Entwicklungsangebot erstreckt sich von der kryogenen Zerkleinerung über die Pulvercharakterisierung, Klassierung in die Wunschfraktionen bis hin zu Anwendungstests in Form von Beschichtungsversuchen, Compoundierung oder selektivem Lasersintern (SLS). Neu ist nun, dass auch Kleinmengen ab fünf Kilogramm auf Anlagen im Industriemaßstab verarbeitet werden können.

Von der Machbarkeitsstudie bis zur ersten Musterproduktion

„Bei uns stehen die Kundenzufriedenheit, die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sowie die Reinheit der erzeugten Pulver an erster Stelle. Wir sind sehr flexibel mit unserer Technologie und können so auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Außerdem begleiten wir den Kunden von seiner ersten Fragestellung bis hin zum marktreifen Produkt“, erklärt Katrin Braesch, Abteilung Materialsysteme und Hochdrucktechnik. Daher zählt das Team ebenso Machbarkeitsstudien zur Zerkleinerbarkeit von Materialien bis hin zur Parameteroptimierung von Musterproduktionen zu ihren Aufgaben.

Vorteile der Mahlanlage

Als Prozessmittel zur kryogenen Zerkleinerung kommt flüssiger Stickstoff zum Einsatz, so dass auch temperatursensible Materialien zerkleinert werden können. Die Größe der Pulverpartikel ist abhängig vom Material. Partikelgrößen kleiner als 100 µm sind für viele Materialien möglich. Das Zerkleinerungstechnikum kann Kleinmengen ab fünf Kilogramm bis hin zu zwei Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 200 kg/h verarbeiten. Kunden können die Versuche vor Ort begleiten. Die umfangreiche Labor- und Analytikausstattung von Fraunhofer Umsicht ermöglicht es, dass das erstellte Pulver und die Produkte kundenspezifisch charakterisiert werden können.

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