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Fachkräftemangel

Zehn Tipps für die Beschäftigung ausländischer Fach- und Führungskräfte

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6. Paten- und Partnerschaften: Bewährt haben sich Patenprogramme für neue Kollegen aus dem Ausland. Schon vor der Einreise nach Deutschland werden die neuen Kollegen durch einen Paten betreut. Per Mail oder Skype besprechen sich diese Tandems zu Themen wie Wohnen und Leben, Familie und Freunde, Essen und Trinken, Hobbys oder besondere Interessen. Solche Patenschaften sind vor allem am Anfang mit mehr Zeitaufwand verbunden. Dieser Aufwand hat sich jedoch in allen Firmen, die dieses Modell praktizieren, mehr als ausgezahlt.

Katarina Lerch, Interkulturelle Trainerin bei den Carl Duisberg Centren.
Katarina Lerch, Interkulturelle Trainerin bei den Carl Duisberg Centren.
(Bild: Carl Duisberg Centren)
7. Interkulturelle Kompetenz: Interkulturelle Deutschland-Trainings für „Die Neuen“ sind mittlerweile in vielen Unternehmen üblich. Noch besser wäre natürlich die Förderung interkultureller Kompetenz in der gesamten Belegschaft. Für beide Seiten sind Kenntnisse und Wahrnehmung der jeweils anderen Kultur von immenser Bedeutung. Dass dies manchmal nur schwer zu realisieren ist, liegt auf der Hand. Aber den Anfang sollte stets die Geschäftsführung machen und mit gutem Beispiel vorangehen. Damit unterstreicht sie die Wichtigkeit dieser Weiterbildung und ermutigt auch andere, sich solchen Maßnahmen anzuschließen. Interkulturelle Kompetenz sollte also kein Spezialwissen von einigen wenigen sein, sondern zur selbstverständlichen Grundausbildung eines jeden Mitarbeiters werden.

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8. Sprachliche und kommunikative Hürden: Oftmals werden sprachliche Barrieren unterschätzt – man redet sich ein „Global English“ schön. Dabei liegt in der Sprache der Schlüssel zum Verständnis der

jeweils anderen Kultur. Ermuntern Sie nicht nur den neuen Kollegen zu Sprachkursen, sondern ermöglichen Sie diese Art von Weiterbildung auch für die anderen Kollegen!

9. Führung Sorgen Sie dafür, dass auch die Führungskraft interkulturell sensibilisiert wird. Führungsstile variieren stark zwischen den Kulturen. Der Chef ist für den Mitarbeiter enorm wichtig. Ein interkulturell kompetenter Chef schafft eine Willkommenskultur im Team und hält den Kommunikationskanal offen.

10. Retention: Nachhaltig ist die Einstellung ausländischer Fach- und Führungskräfte nur, wenn der Mitarbeiter lange genug bleibt, um die erhöhten Kosten der Einstellung oder Versetzung wieder einzuspielen. Dafür müssen privat und beruflich die Rahmenbedingungen stimmen. Jemand, der seine Mobilität schon unter Beweis gestellt hat, braucht dauerhafte Karriereperspektiven, sonst macht er sich wieder auf den Weg.

Die Harmonisierung unterschiedlicher Kulturen und ihrer Wertvorstellungen im Unternehmen sollten kein „nice to have“ sein, sondern selbstverständlich. Ausländische Mitarbeiter werden so zu wertvollen Multiplikatoren der Unternehmensphilosophie.

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