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Wussten Sie schon ... Wussten Sie schon, dass Rückverfolgbarkeit selbst in einem Silo möglich ist?

| Autor/ Redakteur: Harald Heinrici / Gabriele Ilg

Rückverfolgbarkeit oder Chargenverfolgung ist in vielen Prozessen aus Gründen der Produktionssicherheit wichtig. Es leuchtet ein, dass bei einer fehlerhaften Charge möglichst wenig des Siloinhalts betroffen sein sollte. Schließlich müssen die Rückrufmengen begrenzt werden.

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Harald Heinrici ist Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik und Programmbeirat des Schüttgut-Forums.
Harald Heinrici ist Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik und Programmbeirat des Schüttgut-Forums.
(Bild: Mühlenkamp)

Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen, z.B. in puncto Prozessführung. Wenn etwa eine Charge mit einem größeren Feinanteil in das Silo gelangt ist, stellt sich die Frage: Wann kommt diese am Auslauf an? Nur so lassen sich frühzeitig die nachgeschalteten Prozessschritte anpassen.

Um die Charge auf ihrem Weg im Silo zu verfolgen und den Zeitpunkt zu erkennen, wann sie am Auslauf eintrifft, reicht es jedoch nicht aus, Füllstand und Austragsmassenstrom zu kennen. Von entscheidender Frage ist vielmehr, welches Fließprofil im Silo vorliegt.

Fall Nummer 1: Fließt es im Silo bei der Entleerung überall und es entstehen keine toten Zonen, so liegt Massenfluss vor. Bei Massenfluss ist das Verfolgen der Charge mit wenig Aufwand möglich, da das Schüttgut im Silo weitestgehend wie ein Kolben nach unten fließt. Dies gilt besonders für den Vertikalteil. Im Trichter kann es zu unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten über dem horizontalen Querschnitt kommen.

Fall Nummer 2: Fließt es nicht überall und es bilden sich tote Zonen aus, hat sich Kernfluss eingestellt. In diesem Fall ist eine Vorhersage des Weges der Charge im Silo kaum möglich.

Man kann zwar exakt ermitteln, ob im Silo Kern- oder Massenfluss vorliegt, aber man kann weder Größe noch die Form der toten Zone und der Fließzone bestimmen. Hier kommt eine Vielzahl von Parametern ins Spiel, die zum Teil auch noch zeitabhängig sind. Eine Aufnahme der Verweilzeitverteilung ist daher nur für den Moment der Aufnahme richtig – am nächsten Tag können sich schon wieder Änderungen ergeben.

Um solche Unsicherheiten im Prozess zu umgehen, gibt es daher nur eine Lösung: Wenn Sie wissen wollen, wann welche Charge am Siloauslauf ankommt, legen Sie das Silo für Massenfluss aus!

Event-Tipp der Redaktion Harald Heinrici ist Programmbeirat des Schüttgut-Forums. Das 13. Schüttgut-Forum findet auch 2019 wieder im Rahmen der Förderprozess-Foren statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Programm, Erfahrungsaustausch und Rahmen des Forums sind top, wie uns Teilnehmer dieser Nutzwertveranstaltung bestätigen. Unsere Bildergalerien zum letztjährigen Event zeigen Impressionen der Veranstaltung sowie die Referenten des Schüttgut-Forums.

Diese und andere Antworten auf drängende Fragen rund um das Silo gibt es auf unserem Schüttgut-Forum. Dies findet am 19. und 20. November in Würzburg statt. Mehr Informationen finden Sie unter: www.schuettgut-forum.de

* Der Autor ist Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, 38302 Wolfenbüttel.

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