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Rohstoffpreise April 2015

Wird Rohöl bald wieder teurer?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Experten der Ikb sagen einen Anstieg der Rohölnachfrage voraus. Das könnte kritisch werden. Lesen Sie im Artikel und in der Bildergalerie, wie sich die Rohstoffpreise entwickeln und was zu erwarten ist.
Die Experten der Ikb sagen einen Anstieg der Rohölnachfrage voraus. Das könnte kritisch werden. Lesen Sie im Artikel und in der Bildergalerie, wie sich die Rohstoffpreise entwickeln und was zu erwarten ist. (Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Die Weltrohstoffpreise sind im März 2015 auf Dollarbasis um knapp 4 % gesunken. Infolge des zuletzt im Vergleich zum Vormonat erneut nachgebenden Euro kam es in Inlandswährung zu einem moderaten Anstieg von unter 1 %. Lesen Sie im Artikel wie die Experten der IKB die Situation beurteilen und welche Prognosen sie abgeben.

Düssledorf – Mit Ausnahme der Eisenerzpreise scheinen alle metallischen Rohstoffe weitgehend den Boden gefunden zu haben, sodass hier ein leichter Aufwärtstrend zu erwarten ist.

Unverändert problematisch ist die Einschätzung der Energiemärkte. Einem für 2015 erwarteten Anstieg der Weltrohölnachfrage von 1,2 mbd (Mio. Barrel/Tag) steht eine Ausweitung von 0,85 mbd außerhalb der Opec gegenüber, wobei der Höhepunkt der US-amerikanischen Förderungen schon im zweiten Quartal 2015 erreicht ist. Die freien Förderreserven der Opec reichen für den Ausgleich problemlos aus. Die zuletzt massiv weggebrochene Förderung in Libyen wurde primär von Saudi-Arabien und Kuwait kompensiert. Im Krisenland Irak wurde die Spitzenförderung vom Dezember 2014 zuletzt um über 10 % unterschritten. Derzeit gibt es keine Indikatoren für eine kurzfristige Beruhigung der geopolitischen Lage. Zusammen mit der seit einem Jahr fast halbierten Anzahl der aktiven Bohrlöcher in den USA ergibt sich daraus für das zweite Halbjahr 2015 wieder ein Preisanstiegspotenzial für Rohöl. Bis Ende Juni erwartet die Industriebank IKB eine Bewegung der Rohölpreise um die Marke von 60 Dollar je Barrel Brent in einer Bandbreite von +/-15 Dollar. Hierbei dürfte es wie nach der Militärintervention im Jemen immer wieder bei entsprechenden Ereignissen zu großen kurzfristigen Preissprüngen kommen, zumal die investive Nachfrage kräftig angezogen hat.

Auch auf den Gasmärkten ist nur eingeschränkt von einer Beruhigung der Lage auszugehen. Zwar haben die Auseinandersetzungen in der Ukraine deutlich abgenommen, von einem echten Waffenstillstand und entsprechenden Friedensbemühungen ist man aber noch entfernt.

Trotz einer konjunkturellen Belebung der Euro-Zone erwartet die IKB für den Wechselkurs des US-Dollar zum Euro in den nächsten drei Monaten eine Bewegung zwischen 1 und 1,10 Dollar/Euro mit anhaltend hoher Volatilität. Entscheidend ist der Beginn der Zinsanhebungen der US-Notenbank.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Rückblick:

Rohstoffpreise März 2015: Ende der Discount-Preise – Rohstoffpreise ziehen kräftig an

Rohstoffpreise Februar 2015: Euro unter Druck – Rohstoffpreise sinken weiter

Rohstoffpreise Januar 2015: Ölfluten lassen den Rubel weiter stürzen

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