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Studie: Europäische Chemieindustrie Wird Europas Chemieindustrie vom Weltmarkt abgehängt?

Redakteur: Dominik Stephan

Der europäische Anteil am weltweiten Exportmarkt sinkt: Exporte aus der EU machen nur noch 21 % des Welthandels aus. Das ist deutlich weniger als 1991, als der Anteil noch 31 % betrug. Vor allem hohe Energiekosten und eine schwächelnde Forschung und Entwicklung machen den Experten Sorgen: Eine neue Studie des Verbandes der europäischen Chemieindustrieindustrie Cefic sieht dadurch die gesamte Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemie gefährdet.

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Der neue Cefic-Präsident Jean-Pierre Clamadieu: “Eine abgestimmte EU-Enegiepolitik wäre eine wesentlicher Beitrag für die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie.”
Der neue Cefic-Präsident Jean-Pierre Clamadieu: “Eine abgestimmte EU-Enegiepolitik wäre eine wesentlicher Beitrag für die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie.”
(Bild: Solvay)

Europas hohe Energiekosten und sinkende Ausgaben in Forschung und Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten unterminieren die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie Europas im globalen Exportmarkt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Verband der europäischen Chemieindustrieindustrie Cefic kürzlich vorgestellt hat.

Der Bericht von Oxford Economics kommt zu dem Schluss, dass aufgrund verlorener Wettbewerbsfähigkeit der Anteil der EU am weltweiten Export gesunken ist. Kamen 1991 noch 31 % aller Waren und Dienstleisteungen aus EU-Ländern, waren es 2012 nur mehr 21 %. Die Studie zeige, dass der gesunkene Anteil am Exportmarkt vor allem auf die geschwächte Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen ist — im Gegensatz zu langsam wachsenden Zielmärkten. Sogar im Heimatmarkt ist die Verkaufskraft gesunken.