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IBC Wine-Store-Age IBC überzeugte Winzer in Kelterhaus und Keller

| Autor / Redakteur: Heike D. Schmitt* / M.A. Manja Wühr

Ausgestattet mit der EVOH-Permeationsbarriere hat Schütz IBCs im Programm, die dank ausgeklügelter Security- Layer-Technologie empfindliche Lebensmittel wie Wein vor Gasen schützen. Nun stellten sich die IBC-Spezialisten dem Urteil deutscher und österreichischer Winzer und sie haben mit „empfehlenswert“ bestanden.

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Im Kelterhaus des Weingutes in Kindenheim arbeitet Winzer Jan Philipp Kreutzenberger mit dem Schütz Wine-Store-Age IBC.
Im Kelterhaus des Weingutes in Kindenheim arbeitet Winzer Jan Philipp Kreutzenberger mit dem Schütz Wine-Store-Age IBC.
(Bild: Weingut Kreutzenberger )

Bereits am anderen Ende der Welt bestens bewährt, bewies nun der Wine-​Store-Age IBC von Schütz in einer praxisnahen Testreihe in Deutschland und Österreich, dass er auch für den europäischen Markt hervorragend geeignet ist. Dieses Modell der Foodcert-Linie ist nach der derzeit höchsten Lebensmittel Industrienorm FSSC 22000 zertifiziert und verfügt über eine EVOH-Permeationsbarriere gegen das Ein- und Austreten von Sauerstoff, Stickstoff und anderen Gasen. Dieser IBC ist mit bis zu 1000 Litern Füllvolumen in vielen Phasen der Weinherstellung optimal einzusetzen – ganz egal, ob bei der Most- oder Maische-Gärung, beim Ausbau der edlen Tropfen, der anschließenden Reifung, der Lagerung oder schlichtweg dem Transport von Traubenmost, Jungwein oder fertigem Wein. Schon vor drei Jahren wurde dies eingehend im Rahmen von Tests durch Experten des Australian Wine Research Institute für die in Downunder bevorzugt angebaute Rotwein-Sorte Shiraz bestätigt.

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2017/18 kooperierte Schütz in Sachen Wine-Store-Age IBC mit dem Fachbereich Oenologie der weltweit anerkannten Universität Geisenheim im Rheingau. Eine dort durchgeführte Testreihe mit repräsentativ ausgewählten Rheingauer Rieslingen, ausgebaut in diesem Behälter, verlief schon damals sehr positiv. Auch die Hochschule bestätigte neben den guten Ausbauergebnissen einen weiteren bedeutsamen Vorteil für die Winzer und Weingüter: Gegenüber konventionellen, bislang im Weinbau bevorzugt genutzten Behältnissen sparen die Betriebe aufgrund der Containergeometrie Lagerfläche. Gerade bei Traditionsweingütern, die nicht selten inmitten historisch gewachsener Weinbauorte liegen, ist dies sehr willkommen. Weitere, nicht unerhebliche Faktoren: Die Logistik wird generell erleichtert, Kosten innerhalb der Supply Chain der Weingüter werden gesenkt.

IBC im Praxistest

In einem Mailing an deutsche und österreichische Weinbaubetriebe hatte Schütz 2018 rechtzeitig vor Herbstbeginn die entscheidende Frage gestellt: „Reif für eine neue Lösung?“ Damit forderte das weltweit agierende Verpackungsunternehmen die Wein-Fachleute zur Teilnahme an einem IBC-Test beim Ausbau des Weinjahrgangs 2018 auf. Ziel der Aktion: Noch näher an die Praxis der Winzer heranzurücken und deren Urteil einzuholen. Zahlreiche innovationsorientierte und experimentierfreudige Winzer aus verschiedenen Anbaugebieten bekundeten ihr Interesse und bewarben sich. Die letztendlich ausgewählten Betriebe starteten nach einer außergewöhnlich frühen Ernte im Herbst 2018 mit dem Ausbau einzelner Gebinde dieses „Jahrhundert-Jahrgangs“, der dank eines überdurchschnittlich heißen Sommers in vielen Weinlagen herangereift war.

Die ersten Ergebnisse der Praxistests zum Weinausbau mit dem Schütz Wine-Store-Age IBC durch erfahrene Winzer aus neun deutschen Traditionsbetrieben in fünf Anbaugebieten liegen den Projektverantwortlichen bei Schütz in Selters vor. Weitere Resümees – darunter auch eines aus Österreich – werden mit Spannung erwartet. Alle bisher eingereichten Berichte und Beurteilungen der Wein-Profis waren mehr als zufriedenstellend. Die über 20 Weine im Wine-Store-Age IBC-Testverfahren sind mittlerweile abgefüllt und im Verkauf.

Jochen Kreutzenberger vom Weingut Kreutzenberger in Kindenheim in der Pfalz, einem der größten deutschen Weinanbaugebiete, hat zwei Weine in zwei Varianten als Vergleichstest im Wine-​Store-Age IBC angelegt: einen 2018er Kindenheimer Sonnenberg Rivaner mit 78 Grad Oechsle und einen 2018er Kindenheimer Grafenstück Grüner Silvaner mit 83 Grad Oechsle. Der Rivaner, gelesen am 4. September 2018, wurde im Edelstahl-Tank vergoren – gegen Ende allerdings ohne Kühlung, da der Wein trocken ausgebaut werden sollte. Kurz nach der Gärung wurde der Jungwein abgestochen, ein deutlicher Feinhefe-Anteil verblieb. Ein Teil der 6000 Liter umfassenden Partie wurde geschlossen in einen Edelstahl-Tank gelegt, zwei Mal je 1000 Liter wurden zur Lagerung in die speziellen Schütz Wine-Store-Age-IBCs mit Permeationsschutz verbracht.

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Der Vorteil dieser doppelten Befüllung lag auf der Hand: Ein Gegenchecken der jeweiligen Partien ist dann jeweils besonders exakt! Schon während der Lagerung der drei Partien zeigte eine erste Gegenverkostung keine signifikanten Unterschiede. Kreutzenbergers Statement schon während der damaligen Reifezeit: „Da es sich beim Rivaner um einen leichten fruchtbetonten Sommerwein mit starker Primäraromatik handelt, wären Entwicklungsunterschiede recht schnell festzustellen. Da er aber erst im Frühjahr auf die Flasche kommen soll, können wir diesen Wein noch länger begleiten und gegenchecken.“ Alle drei Varianten wurden vom Winzer selbst und einer Diplom Önologin in einer Blindprobe miteinander verglichen: „Es war kaum ein Unterschied festzustellen – wir waren beide hochzufrieden! Zu unserer großen Überraschung waren auch die Werte der gemessenen SO2 im Edelstahltank und im Wine- Store-Age IBC fast gleich – bei circa 65 Milligramm freie SO2.“

Der Grüne Silvaner war bereits am 17. September 2018 geerntet und ebenfalls im Edelstahl-Tank nach Hefezusatz vergoren worden. Nach acht Tagen wurde die Gärung bei einem Restzucker-Gehalt von 22,7 Gramm/Liter gestoppt. Wie auch schon beim Rivaner hatte Kreutzenberger auch diesen Wein kurz nach Beenden der Gärung abgestochen. 1000 Liter kamen in den Schütz Wine-Store-Age IBC, mit einer zweiten Partie wurde ein kleiner Edelstahlbehälter spundvoll befüllt.

Sehr gute Sensorik

Die zweite SO2-Kontrolle kurz vor der Abfüllung am 14. November 2018 zeigte keinen Unterschied – auch sensorisch waren beide Varianten sauber. „Bei der staatlichen Qualitätsweinprüfung erhielt er eine ordentliche Bewertung von 2,78 Punkten! Das ist sehr gut, bedenkt man, dass es sich hier um einen Basiswein handelt und die Prüfung bereits mit 1,5 Punkten bestanden ist“, erläutert Kreutzenberger. Sein Fazit: „Ich bin überrascht, dass alles so gut funktioniert hat. Für den von uns überlegten Verwendungszweck sehe ich keine Einschränkung.“ Für sein Weingut bevorzugt der pfälzische Winzer den Einsatz der Behälter im Herbstbetrieb, wenn kleine Teilpartien aus einem Großgebinde zwecks Abstoppen der Gärung entnommen werden. Dann sei eine Zwischenlagerung im IBC ideal, da obendrein platzsparend. Eine gute Einsatzmöglichkeit der IBCs sieht er bevorzugt in Kleinbetrieben, die eine externe Lohnabfüllung durchführen lassen. Dort müsse der Wein ungefähr eine Woche vor Fülltermin von der Schönung abgezogen werden. Es findet dann eine Stabilisierung mit „Meta Weinsäure“ oder „CMC“ statt, da diese den Ausfall von Weinstein verhindert und stets einige Tage vor der Füllung zugegeben wird.

* Die Autorin ist PR-Referentin für Schütz, Selters.

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