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Chemiekonjunktur und EEG

Wind des Aufschwungs weht durch die Chemieindustrie

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im Inland stieg der Umsatz dynamisch. Er lag im ersten Halbjahr 2014 mit 40 Milliarden Euro 3,5 % höher als ein Jahr zuvor. Durch die gute Industriekonjunktur stiegen auch die Chemie-Importe in Deutschland um 4 % Dagegen erhöhte sich der Auslandsumsatz nur leicht. Die Verkäufe ins Ausland legten um 1 % auf insgesamt 58 Milliarden Euro zu.

VCI sieht in TTIP eine Chance für die Chemie

„Ein Freihandelsabkommen mit den USA wäre kein Allheilmittel für die Wachstumsschwäche in Europa. Dazu muss die EU vielmehr ihre Hausaufgaben, etwa bei der Energie- und Klimapolitik, machen“, betonte Kley. Dennoch könnten davon spürbare Impulse für die Konjunktur ausgehen – in der Chemie und darüber hinaus. Diese kämen dann auch bei den Menschen an. Impulse erwarte die Chemieindustrie von drei Effekten: Zollabbau, Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse und gesamtwirtschaftliche Belebung. „Daher brauchen wir ein ehrgeiziges Abkommen. Bei den Schutzstandards kann und wird es aber keine Kompromisse nach unten geben.“

Eine langfristig angelegte Zusammenarbeit auf regulatorischer Ebene wäre der entscheidende Vorteil und eine Basis für dauerhafte Impulse für die Chemieindustrie. „Hier könnte TTIP völlig neue Perspektiven schaffen. Wir wünschen uns die Etablierung eines dauerhaften Prozesses, um die Möglichkeiten auszuloten, mittel- und langfristig Rechtsvorschriften anzunähern“, so der VCI-Präsident.

Nach Berechnungen des VCI würde die Chemische Industrie in Deutschland vom TTIP-Abkommen profitieren. Mögliche Effekte auf die Branche: 2000 neue Arbeitsplätze, ein Produktionsplus von 2 Milliarden Euro und eine zusätzliche Wertschöpfung von 600 Millionen Euro. „Von der höheren Wertschöpfung entfallen erfahrungsgemäß 70 % auf neue Arbeitsplätze und Entgelte sowie 30 % auf höhere Gewinne der Unternehmen. Damit käme der größte Teil bei den Mitarbeitern an“, sagte Kley.

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