300-Millionen-Abspaltung Will Wacker raus aus dem Halbleitergeschäft?

Redakteur: Dominik Stephan

Wacker überlegt, sich vom seiner Halbleitersparte Siltronic zu trennen: Laut Agenturberichten arbeitet die Spezialchemiefirma bereits intensiv mit Banken an dem Spinoff, das mindestens 300 Millionen Dollar in die Unternehmenskassen spülen könnte.

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Verklebung von Halbleiterbaugruppen. Nach Agenturinformationen erwägt Wacker, sich aus dem Wafer-Geschäft zurückzuziehen.
Verklebung von Halbleiterbaugruppen. Nach Agenturinformationen erwägt Wacker, sich aus dem Wafer-Geschäft zurückzuziehen.
(Bild: Achim Zeller / Wacker Chemie)

München – Wie die Agentur Bloomberg mit Bezug auf Informationen aus Unternehmenskreisen berichtet, arbeitet Wacker derzeit mit Rothschild an einer Ausgliederung der Halbleitersparte Siltronic. Dabei könnte der Unternehmensbereich in den USA als eigenständige Firma an die Börse gebracht werden.

An der Börse konnte die Wacker-Aktie jedenfalls kräftig zulegen: Typischerweise gelten den Aktionären solche Ausgliederungen als für das Gesamtunternehmen wertsteigernd. Schon jetzt stieg der Wacker-Kurs um knappe vier Prozent, obwohl eine offizielle Bestätigung noch aussteht.

Siltronic hat sich auf die Fertigung von Wafern für die Chipherstellung spezialisiert und produziert in Europa, Asien und den USA. Produkte des Unternehmens gehen unter anderem an Größen der Chipbranche wie Intel oder Samsung. Zuletzt wies die Wacker-Tochter Gewinne von 216 Millionen Euro für Q3/2014 aus – etwa 10 % des Wacker-Ergebnis.

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