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Profibus & Profinet International

Wie sieht das Netzwerk der Zukunft aus?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die PI-Konferenz in der Commerzbank-Arena war mit rund 300 Teilnehmern sehr gut besucht.
Die PI-Konferenz in der Commerzbank-Arena war mit rund 300 Teilnehmern sehr gut besucht. (Bild: wmp-wizard-media Fotografie-Schepp)

Bei der fünften PI-Konferenz in der Commerzbank-Arena in Frankfurt a.M. informierten sich rund 300 Teilnehmer über Trends und Innovationen rund um die Technologien von Profibus & Profinet International (PI). Im Mittelpunkt der zahlreichen Vorträge, Workshops und Industry Talks stand dabei die Rolle der PI-Technologien in Industrie 4.0-Applikationen.

Frankfurt – „Vor zwei Jahren wurden noch mehr Komponenten mit Profibus in den Markt gebracht. Das hat sich grundlegend geändert, es werden heute deutlich mehr Geräte mit Profinet verkauft. Das bedeutet, Ethernet in der Industrie ist in der Breite angekommen“, betonte Karsten Schneider, Vorstand von PI, in seiner Eröffnungsrede.

Schneider erklärte dabei, dass Industrie 4.0 kein Selbstläufer sei, sondern viele Detailarbeiten, etwa die Abstimmung mit internationalen Normen, Kompatibilitätskonzepte und Security-Anforderungen, notwendig seien. „Wir beginnen nicht mit der Technologie, sondern schauen uns an, was die Anwender benötigen. Aus diesen Use Cases entwickeln wir Konzepte, die sicher, zuverlässig und langlebig sind.“ Dies gelte im Übrigen für alle Branchen und alle PI-Technologien.

In diesem Zusammenhang wird derzeit die Standardisierung eines Physical Layers für die Ethernet-in-the-Field-Kommunikation in der Prozessautomatisierung gemeinsam mit Anwendern, Forschung und Behörden vorangetrieben. Vorbereitende Arbeiten sind dafür das PA-Profil 4.0, welches bis Ende 2017 fertig gestellt wird. „Unser großes Plus ist, dass in der PI-Community viele Firmen zusammenarbeiten und diese die Zukunft aktiv gestalten wollen“, so Schneider. Die jeweils erarbeiteten Lösungen werden daher von einer weltweiten Gemeinschaft getragen.

Darüber hinaus wurden auf der PI-Konferenz zahlreiche Praxisbeispiele präsentiert, etwa wie Asset Management-Funktionen in Profinet die Inbetriebnahme und Instandhaltung in der Automobilindustrie erleichtern, wie man mit Profibus PA die Rapsölproduktion optimieren kann oder wie IO-Link die Greifertechnologie in Robotern um ein Vielfaches beschleunigt.

Blick über den Tellerrand

Neue Einblicke aus dem Silicon Valley lieferte Keynote-Speaker Thomas Schulz, Spiegel-Korrespondent und Autor des Bestsellers ‘Was Google wirklich will’. Sehr überzeugend informierte er über die Vorgehensweise bei der dortigen Technologieentwicklung und das Geheimnis des Erfolges. „Zum einen gehen die Angestellten jeden Tag ins Büro mit der Mission, mit ihrer Technologie die Welt voranzutreiben. Zum anderen ist es erklärtes Ziel, ein Produkt nicht nur um um 10 % zu verbesssern, sondern zehnmal so gut zu gestalten.” Daraus ergibt sich oft die Notwendigkeit, etablierte Verfahren vollständig zu überdenken und neu zu gestalten.

Tipp der Redaktion Lernen Sie in unserer Spezialausgabe Prozessindustrie 4.0 mehr über die Prozessindustrie auf dem Weg ins digitale Zeitalter. Wo stehen Chemie & Co jetzt? Was braucht es, damit die Umsetzung von Industrie 4.0 einen Schub bekommt? Die Spezialausgabe von PROCESS gibt einen umfassenden Überblick zum Trendthema Nummer eins

Nicht nur dieser Vortrag sondern auch die begleitende Ausstellung der Präsenzpartner lieferte genügend Material für ein intensives Networking und den Austausch über die Technologieentwicklung, Anwendung und Zukunft der PI-Technologien.

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