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Führungswerkzeug „DOP“ (Dynamischer-Optimierungs-Prozess) Wie Sie mit kleinen und großen Verbesserungsschritten Ihre Prozesse optimieren

| Autor / Redakteur: Heinrich Hillinger / Dr. Jörg Kempf

Innovativ und revolutionär agieren, Engpässe beseitigen, Fokussierung auf das Wesentliche: All das ist erreichbar! Der Dynamische-Optimierungs-Prozess (DOP) macht’s möglich. Einfach ausgedrückt geht es darum: Optimiere dynamisch und innovativ alle Prozesse und beseitige dabei Engpass um Engpass in den Abläufen. Und so funktioniert’s ...

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Die sechs Hauptsäulen von DOP (zum Vergrößern die Bildergalerie klicken)
Die sechs Hauptsäulen von DOP (zum Vergrößern die Bildergalerie klicken)
(Bild: Heinrich Hillinger)

Was genau ist der Dynamische-Optimierungs-Prozess (DOP)? Es handelt sich um eine systematische Methode bzw. eine Denk- und Handlungsweise als gelebtes Führungswerkzeug mit dem Ziel, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu steigern. Im Kern bezieht sich die Vorgehensweise auf die dynamische Optimierung von Produkten, Leistungen, Mehrwerten, Kunden- und Mitarbeiterbindungen sowie von Engpässen und Werten. Zudem bezieht sich die Methode auch auf die Geschwindigkeit und Qualität von Prozessen sowie den Service, das Image und die Kultur eines Unternehmens. Ziel ist es, eine Kultur mit Anreizen für Erfolge, Exzellenz, Innovationen und Leistung aufzubauen.

Vision und Ziele des DOP

Vision und Ziel von DOP ist, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Achtung, Anerkennung, Anreize und Vertrauen ihre Ideen, Beobachtungen, und Erfahrungen aktiv und verwertbar einbringen. Dies umfasst die dynamische Optimierung der Abläufe, Chancen zur Kritik, Effizienz, Führung, Kundenbindungen, Organisation, Produkte, Prozesse, Service, Verfahren, Vorschlagswesen, Weiterbildung und Qualität. Hierfür müssen Freiräume für Kreativität und Selbstkontrolle geschaffen sowie Innovationen gefördert und belohnt werden, Kriterien sind: Fremdkontrolle abbauen, Routinen hinterfragen, Nacharbeit durch Vorbeugen vermeiden. Nicht relevante Belastungen, Beeinträchtigungen oder Reibungsverluste werden im Vorfeld vermieden.

Die sechs Hauptsäulen von DOP sind: Führung (empathisch, stark, motivierend, mit Anreizen), Innovationen (kreatives Klima), Revolution (große Sprünge und Veränderungen), HOM (holistisches Organisationsmodell), KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) und TQM (Total Quality Management). Sie alle sind Voraussetzung für den Erfolg und sollten in allen Bereichen eines Unternehmens im Gleichgewicht wirken. Die Schwächung einer Säule gefährdet die Effizienz und schafft vermeidbare Engpässe und Störungen in den Prozessen.

Quellen, Themen sowie Umsetzung DOP

Einzelne Personen/Mitarbeiter oder Teams – entweder aus einer Abteilung oder auch bereichsübergreifend – nehmen Ärgernisse, Defizite, Fehler, Probleme, Unzulänglichkeiten und Themen aus dem eigenen/fremden Arbeitsbereich auf, bereiten sie auf, beschreiben sie und begreifen sie als Chancen: Das heißt, sie legen die Wirkungen offen, bauen Engpässe ab und erarbeiten ständig optimierte Lösungen, realistische Verbesserungen sowie Maßnahmen und setzen diese erfolgreich um.

Aus Benchmark- und Kennzahlenanalysen sowie aus Kunden- und Mitarbeiterbefragungen gewonnene Erkenntnisse werden stetig, dynamisch konsequent und systematisch – nach sinnvollen Prioritäten – optimiert. Diese Prioritäten werden nach Wichtigkeit, Investitionsbedarf, Doppelprojekten und Erfolgsaussicht von einem DOP-Koordinationsteam festgestellt und von der zuständigen Entscheidungsebene für die Umsetzung genehmigt.

DOP-Teams, Moderation und Zusammensetzung

Gute DOP-Ergebnisse bei wichtigen Themen brauchen eine aktive Moderation mit viel Feingefühl und eine passende, ergebnisorientierte Zusammensetzung der Teams mit begeisterungsfähigen Mitarbeitern. Die Einführung eines DOP erfordert von den vielen aktiv Beteiligten im Unternehmen viel Geduld und Beharrlichkeit und braucht die intensive Begleitung durch die oberste Führungsebene. Die Führung muss die Erfolge mit den Mitarbeitern feiern. Die große Herausforderung dabei ist: Das Beharrungsvermögen von Menschen und Organisationen steht im Widerspruch zur stetigen, dynamischen Veränderung, Verbesserung und Optimierung.

Auf der nächsten Seite soll am Praxisbeispiel eines Rohrleitungs- und Armaturenherstellers ein erfolgreich umgesetztes DOP-Projekt vorgestellt werden.

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