Instandhaltungs-Check Wie Sie mit Instandhaltungsmanagement Ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Autor / Redakteur: Ilona Dierschke / Matthias Back

Ist die Instandhaltung durchdacht, lässt sich damit viel Geld sparen. Die im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums tätige Effizienz-Agentur NRW bietet mit dem Instandhaltungs-Check die Möglichkeit, Stärken und Schwächen in Unternehmen zu identifizieren. Mit der technischen Risikoanalyse kann außerdem die Instandhaltung technischer Systeme nachhaltig verbessert werden.

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Instandhaltungs-Check: Verbesserungspotenziale werden vor Ort im Gespräch mit den verantwortlichen Mitarbeitern geprüft.
Instandhaltungs-Check: Verbesserungspotenziale werden vor Ort im Gespräch mit den verantwortlichen Mitarbeitern geprüft.
(Bild: Effizienz-Agentur NRW)

Ein gutes Instandhaltungsmanagement leistet einen strategischen Beitrag zu mehr Wettbewerbsfähigkeit produzierender Unternehmen und schont die Umwelt durch eine verbesserte Ressourceneffizienz. Viele Unternehmen unterschätzen jedoch immer noch den Beitrag der Instandhaltung zum Unternehmenserfolg – dabei kann eine ungenügend organisierte Instandhaltung im Schadensfall Kosten verursachen, die um den Faktor drei höher als die versäumten Instandhaltungskosten liegen.

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Die Instandhaltung hat spürbare Auswirkungen auf die Produktqualität, Kundenbindung und damit auf die Stellung am Markt. Nach Angaben des „Forum Vision Instandhaltung“ (FVI) werden je nach Branche bis 40 % der Kosten im Unternehmen direkt von der Instandhaltung beeinflusst. In vielen mittelständischen Unternehmen liegt die Gesamtanlageneffektivität, die sich aus Nutzungsgrad, Leistungsgrad und Qualitätsgrad zusammensetzt, durchschnittlich bei nur 60 %. Die versteckten Ressourcen zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität liegen in Rüst-, Einrichtungs- und Durchlaufzeiten, der Auslastung der Systeme und insbesondere in der Nutzungsdauer und Verfügbarkeit der Anlagen. Zugleich ist es der innerbetrieblichen Instandhaltung in kleinen und mittleren Unternehmen aber noch nicht gelungen, sich als wertschöpfender Erfolgsfaktor zu positionieren.

Check bietet Einstieg in nachhaltiges Instandhaltungsmanagement

Die im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums tätige Effizienz-Agentur NRW bietet produzierenden Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit dem Instandhaltungs-Check die Möglichkeit, Potenziale in der eigenen Instandhaltung zu identifizieren und zu heben. Mit dem Beratungsangebot der Duisburger Agentur werden je nach Bedarf Stärken-Schwächen sowie Motivations- und Qualifizierungsbedarfe in produzierenden Unternehmen analysiert und bewertet – und zwar einfach, schnell und unkompliziert.

Der Instandhaltungs-Check umfasst fünf Schritte: Im Rahmen eines Initialgesprächs werden die Ist-Situation und die möglichen Verbesserungspotenziale identifiziert. Im zweiten Schritt werden Einzelinterviews mit beteiligten Führungskräften und operativem Personal unter anderem zu Stärken und Schwächen der Abteilungen in Bereichen wie der Dokumentation, Organisation und Zusammenarbeit geführt. Aus der Stärken-Schwächen-Analyse gewonnene Erkenntnisse über Verbesserungspotenziale werden anschließend im Rahmen eines Betriebsrundgangs geprüft.

Die Begutachtung und Bewertung der Instandhaltungsdokumentation sowie der eingesetzten Software sind wesentliche Elemente der Vor-Ort-Begehung. Im folgenden Schritt werden mit der technischen Leitung, der Instandhaltung, dem Controlling und gegebenenfalls der Geschäftsführung die Ergebnisse der Analyse diskutiert und Handlungsfelder identifiziert. Im Nachgang werden die Handlungsfelder nach vorheriger Priorisierung im Rahmen bedarfsgerechter Workshops und Coachings bearbeitet und so in Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitern Lösungsansätze erarbeitet. Diese fließen abschließend in einen Maßnahmenplan.

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