Lebenszyklusmanagement Wie Sie mit ganzheitlichem Lebenszyklusmanagement Ihre Produktivität kontinuierlich steigern

Autor / Redakteur: Christian M. Stich, Bernhard Lelle / Dr. Jörg Kempf

Interne Untersuchungen von ABB in Deutschland im Bereich der Prozessleittechnik zeigen, dass Betreiber mit langfristigen strategischen Planungen über den Lebenszyklus bis zu 30 % Einsparungen bei den Kosten über die gesamte Lebensdauer erzielen. Ein ganzheitliches Lebenszyklusmanagement lohnt sich also, wie dieser Beitrag zeigt.

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Anlagenbetreiber werden mit den Aufgaben eines Integrators für technisch sehr unterschiedliche Teilgebiete, Anforderungen und Lösungen konfrontiert.
Anlagenbetreiber werden mit den Aufgaben eines Integrators für technisch sehr unterschiedliche Teilgebiete, Anforderungen und Lösungen konfrontiert.
(Bild: ABB)

Eine maßgebliche Herausforderung für Betreiber von komplexen Anlagen ist heute die nachhaltige und schonende Nutzung von kostenintensiven technischen Einrichtungen wie Pumpen, Apparaten, Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen. Dabei stehen dem Betreiber für seine hohe Flexibilität bei einer definierten Verfügbarkeit der Produktion eingeschränkte finanzielle Mittel für Investitionen zur Verfügung.

Darüber hinaus wird der Betreiber mit den Aspekten des demographischen Wandels konfrontiert. Selten werden Stellen zeitnah und adäquat nachbesetzt. Zudem wird von den Mitarbeitern eine entsprechende Flexibilität und ein breit gefächertes Fachwissen erwartet.

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Der Fokus liegt dabei auf den Kosten über die Gesamtlebensdauer einer Anlage der chemischen Industrie unter Einhaltung folgender Randbedingungen:

  • Verfügbarkeit,
  • Umweltaspekte,
  • Reduzierung der Komplexität,
  • effizienter Betrieb und Instandhaltung.

Dem Anlagenbetreiber bleibt dabei wenig Spielraum, sich auf sein Kerngeschäft und die Stärkung seiner Kernkompetenzen zu fokussieren. Er muss verschiedene Anlagenkomponenten mit individuellen Lebenszyklusphilosophien und Anforderungen handhaben.

Diese Komponenten haben unterschiedliche Lebenszyklen und werden von unterschiedlichen Anbietern und deren Lebenszyklusmanagementansätzen behandelt. Verschiedene Betrachtungsweisen werden damit verflochten und unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Somit werden Anlagenbetreiber mit Aufgaben eines Integrators für technisch sehr unterschiedliche Teilgebiete, Anforderungen und Lösungen konfrontiert.

ABB ist dieser Entwicklung in den letzten Jahren gefolgt und tritt als Anlagen-Komponenten-Hersteller (OEM) eines definierten Produktspektrums in Erscheinung und bietet Kunden ganzheitliche Lebenszykluslösungen an.

Interne Untersuchungen von ABB in Deutschland im Bereich der Prozessleittechnik zeigen, dass Betreiber mit langfristigen strategischen Planungen über den Lebenszyklus bis zu 30 % Einsparungen bei den Kosten über die gesamte Lebensdauer (TCO) erzielen. Die Untersuchung ergab auch, dass der Planungshorizont für den Anlagenbetrieb bei fünf bis zehn Jahren liegt. Insgesamt 80 % der Anlagenbetreiber planen z.B. für die Weiterentwicklung ihrer Prozessleittechnik in Zeiträumen von weniger als fünf Jahren. Dabei zeigt sich, dass Best-in-Class-Unternehmen ihre Budgetplanung mit der Lebenszyklusplanung synchronisieren und dadurch ihre Investition technisch und wirtschaftlich absichern.

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