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Frequenzumrichter Wie Sie mit Frequenzumrichtern 10 % Energieverbrauch einsparen können

| Autor/ Redakteur: Simon Pichler / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Pumpen verbrauchen viel Energie. Frequenzumrichter können den Verbrauch senken und gleichzeitig die Produktion transparenter gestalten. Den Kontrollgang durch die Fabrik können sich Produktionsleiter sparen, versprechen Experten.

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Pumpen sind in der Chemieindustrie nicht wegzudenken. Mit Frequenzumrichtern kann soagr ein Energiemanagement schnell implementiert werden.
Pumpen sind in der Chemieindustrie nicht wegzudenken. Mit Frequenzumrichtern kann soagr ein Energiemanagement schnell implementiert werden.
(Bild: H.KoPP unter CC BY-ND 2.0, Flickr.com)

Ferdinand Schuster geht durch die Fabrik und schaut sich persönlich nochmal alle Pumpen in der Fabrik an. Komplett kann sich der Produktionsleiter diese alte, liebgewonnene Gewohnheit nicht abgewöhnen, auch wenn ihm der persönliche Eindruck selten etwas verrät, was er nicht schon vorher auf seinem Tablet-PC gesehen hätte. Denn seit drei Wochen überwacht er darüber die Aktivitäten aller Pumpen im Betrieb, kann deren Kennlinien über die neue Technik auswerten und so die Produktion optimieren.

Diese Flexibilität verdankt er Frequenzumrichtern, die die Pumpen ansteuern und als ‚Sensor des Systems‘ fungieren, berichtet er stolz. Schuster hat Geld in die Hand genommen und einen Frequenzumrichter gekauft. Denn mithilfe des neuen Umrichters kann die Arbeit von Pumpen ausgelesen und angepasst werden.

Durch Energieverbrauch und Wartung enstehen die meisten Kosten

Ungefähr 20 % der weltweit von Motoren verbrauchten Energie fallen laut Experten bei Pumpenanwendungen an. In einigen Industriebetrieben sind es sicherlich 50 % des Gesamtenergieverbrauches, die auf die Arbeit von Pumpen zurückzuführen sind, heißt es in Branchenkreisen. Die Themen Energieverbrauch und Wartung machen dabei die meisten Kosten aus.

Durch eine verbesserte Mechanik oder ein Retrofit bestehender Anlagen, aber auch durch eine verbesserte Betriebsaufnahme lässt sich hier die Wirtschaftlichkeit verbessern, schreiben zahlreiche Experten. „Ein Frequenzumrichter hilft beim Einsatz von Pumpen die Drehzahl zu regeln und so das System im ‚best efficiency point‘, dem BEP, zu halten“ erklärt Jürgen Spiertz, Produktmanager Antriebstechnik bei Schneider Electric. „Durch eine Drehzahlregelung können hohe Kosten eingespart werden, nicht nur durch den reinen Energieverbrauch, auch werden bei niedriger Drehzahl die Verschleißteile geschont, was weitere Einsparungen mit sich bringt.“

30 % Steigerung durch Kennlinienoptimierung

Der BEP ist ein Kennwert der Pumpe, der beispielsweise bei Kreiselpumpen über die Pumpenkennlinie bestimmt werden kann. Um ihn zu erhalten, hat Ferdinand Schuster zu Anfang fünf Stützpunkte der Pumpenkennlinie bei einer konstanten Drehzahl (zum Beispiel 50 Hz) ausgelesen. Anschließend konnte er per Affinitätsgesetz den BEP ebenfalls für andere Drehzahlen ableiten.

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