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Industrial Usability Day 2018

Wie sich Maschinen und Anlagen in ihrer Bedienbarkeit unterscheiden

| Autor/ Redakteur: Reinhard Kluger * / Matthias Back

Beste Usability und UX sind immer mehr die Alleinstellungsmerkmale im Maschinenbau. Über die aktuellen Trends berichten Praxis-Experten auf dem Industrial Usability Day 2018 in Würzburg.

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VR-Headset visualisiert ein 3D-Hologram
VR-Headset visualisiert ein 3D-Hologram
( Bild: ©Gorodenkoff - stock.adobe.com )

Sie gelten als besonders cool: Virtuelle Welten faszinieren in Strategiespielen, peppen Präsentationen auf. Und auch in der Fertigung nehmen Virtual Reality und Augmented Reality, wenngleich nicht ganz neu, derzeit so richtig Fahrt auf. Beim Blick in die Fabrik sieht man dort immer mehr Mitarbeiter mit Datenbrillen agieren – zumindest spiegeln diesen Eindruck die von Unternehmen veröffentlichten Bilder wider. Google Glass und Hololens scheinen den Blaumann als Arbeitskleidung abgelöst zu haben. Augmented Reality erweitert die reale Fabrik um eine weitere Dimension.

Mixed Reality verändert die Abläufe in der Fabrik

Wohin der Weg in Sachen Datenbrillen geht, weiß Andreas Erben, Spezialist für Hololens, Microsoft MVP Emerging Experiences, unterwegs in Sachen „Spatial-Computing“-Technolgien, wie Virtual Reality und Augmented Reality. Beide Entwicklungen sind mehr als nur eine moderne Computer-Schnittstelle, sondern sie markieren den Beginn einer neuen Ära, in der digitale Virtualität nicht nur im Alltag selbstverständlich wird, sondern auch in der Fabrik.

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Für Andreas Erben steht fest, dass Trends und Geräte wie Microsofts Hololens und Technologien wie Mixed Reality das Arbeiten im industriellen Bereich verändern können: „Spatial-Computing ist weit mehr als die Darstellung von Objekten in 3D“, umreißt er die Potenziale, die sich mit Microsoft Hololens ergeben können. Trends, Technologien und Einsatzmöglichkeiten sind die Schwerpunkte seiner Keynote zu Beginn des Industrial Usability Days 2018. Der Titel seines Vortrags am 13. September im Würzburger Vogel Convention Center: „Industrial Usability in neuen Dimensionen – Was Hololens & Co. leisten können.“

Audio-visuell geht es schnell

Zunehmende Komplexität bei Anlagensteuerungen und die anwachsende Datenflut hinterlassen ihre Spuren auch bei den klassischen Eingabesystemen. Hier gilt: anwendernahe, benutzerfreundliche und intuitiv zu bedienende Mensch-Maschine-Schnittstellen verkürzen nicht nur den Arbeitsprozess, sondern reduzieren auch die Fehleranfälligkeit beim Bedienen. HMI müssen sich den strukturellen Herausforderungen stellen und die Rollen und Profile der Nutzer neu definieren. Entwickler und Anwender sollten eng zusammenarbeiten, betont Stefan Selke von Eaton. Die technologische Herausforderung heiße: Filtern von Daten gemäß Definition und tatsächlichem Bedarf, intuitive Menüführung, anpassbare Steuerung oder mobile Schnittstellen.

Tipp: Industrial Usability Day 2018Erfahren Sie auf dem Industrial Usability Day 2018, wie Sie mit Industrial Usability die Zufriedenheit der Benutzer und den Fertigungsdurchsatz erhöhen und Kosten senken. So bleiben Sie wettbewerbsfähig, denn die Industrial Usability setzt den Benutzer im Umfeld von Maschinen und Anlagen in den Mittelpunkt der Anwendung. Der Industrial Usability Day findet am 13. September 2018 statt.
Zum Programm: Industrial Usability Day

Neben den Rollenkonzepten und dem Einsatz von Smart Watches in der Smart Factory sieht Selke auch den Einsatz audio-visueller Unterstützung des Bedien- und Wartungspersonals. „Die Hololens wird ja vielfach „nur“ als Mittel zur Darstellung „virtueller“ Inhalte angesehen“, erläutert Stefan Selke die Gründe: „Mindestens ebenso wichtig erscheint mir deren Einsatz als audio-visuelles Kommunikationsmittel. Das muss nicht unbedingt eine Hololens sein. Jedes Smartphone erfüllt heute bereits diese Funktion: Man kann auf sehr einfache Weise eine Sprach- und Videoverbindung zu praktisch jedem Ort auf der Welt herstellen. Das Wartungspersonal wird somit zum „verlängerten Arm“ des Technikers, der zum Beispiel in der Zentrale des Maschinenherstellers sitzt.“ In Punkto „Usability“ habe die Hololens aber den Charme, dass der Bediener die Hände frei hat und somit die notwendigen Arbeiten durchführen kann, während man ihm aus der Zentrale „über die Schulter schaut“ und von dort, falls erforderlich, per Audio-Verbindung eingreifen kann.

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