Wasserversorgung Wie Sensoren die Prozessabläufe der Grundwassergewinnung überwachen

Autor / Redakteur: Joe Hermann, Stefan Diepenbrock / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um Wasser zu fördern, aufzubereiten und zu verteilen, müssen die Prozessabläufe der Grundwassergewinnung mit Sensoren überwacht und geregelt werden. Damit Tauchpumpen nicht trocken laufen und die Meerwasserentsalzung einwandfrei funktioniert, hat Baumer stets die passende Kontrolllösung parat.

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In der Wassertechnik übernehmen der Füllstandschalter Clever Level, der Leitfähigkeitssensor ISL, der Temperaturtransmitter TE1 und die Tauchsonden PSMN und PSSN von Baumer unverzichtbare Kontrollfunktionen.
In der Wassertechnik übernehmen der Füllstandschalter Clever Level, der Leitfähigkeitssensor ISL, der Temperaturtransmitter TE1 und die Tauchsonden PSMN und PSSN von Baumer unverzichtbare Kontrollfunktionen.
(Bild: Baumer)

In Regionen, in denen der Druck im Wasserversorgungsnetz nicht durch natürliche Erhebungen oder Berge erreicht werden kann, muss das Wasser mittels Pumpen oder Druckerhöhungsanlagen gefördert und verteilt werden. Für diese schwierigen messtechnischen Umgebungen wird die zuverlässige Überwachung durch zusätzliche Messtechnik immer wichtiger.

Mit Tauchpumpen wird das zum Teil mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche lagernde Grundwasser an die Oberfläche oder höher gelegene Reservoirs befördert. Diese Pumpen müssen kontrolliert werden und dürfen nicht trocken laufen. Für die Überwachung des Niveaus und der Wasserentnahme bietet Baumer mit den Tauchsonden PSMN oder PSSN und dem Füllstandschalter Clever Level unterschiedliche Möglichkeiten, um das geregelte Nachfließen des Grundwassers und die einwandfreie Funktion der Tauchpumpe im Blick zu behalten.

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Frühwarnsystem Tauchsonde

In zwei wesentlichen Punkten unterscheiden sich die Tauchsonden vom fest montierten Füllstandschalter. Erstens kann eine Tauchsonde kontinuierliche Niveauveränderungen messen. Dagegen schaltet ein Füllstandschalter, wenn ein bestimmtes, vorher definiertes Niveau erreicht wird. Zweitens ist die Messgenauigkeit von Tauchsonden außerordentlich hoch. Sie können bei einem Messbereich von 10 m problemlos eine Niveauveränderung von 1 mm feststellen. Aufgrund dieser Merkmale eignen sich Tauchsonden als Frühwarnsysteme, wenn es darauf ankommt, allmähliche Pegelstandsänderungen möglichst rechtzeitig zu erkennen und eventuelle Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die PSMN-Tauchsonde kann Wassertiefen bis maximal 250 m mit einer Genauigkeit von 0,1 % und 0,25 % der Messspanne messen. Sie zeichnet sich durch eine Langzeitstabilität von 0,1 % der Messspanne pro Jahr aus und lässt sich bei Mediumstemperaturen bis 80 °C einsetzen. Der Messbereich und das Nullsignal sind mit dem Baumer Flex Programmer 9701 parametrierbar. Als Ausgangssignale stehen Spannungs- und Stromvarianten zur Verfügung.

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