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Symposium von Profibus und Namur Wie Ethernet die Prozessautomatisierung bereichern kann

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Profibus Nutzerorganisation (PNO) und die Namur haben im Rahmen eines Symposiums gemeinsam den Einsatz von Ethernet in der Prozessindustrie erörtert. Das Ziel der Veranstaltung war, Anforderungen an ein Ethernet-Kommunikationssystem für die Prozessautomatisierung zu bewerten, diese abzustimmen und zu priorisieren.

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Die Ergebnisse des Symposiums sollen in ein Positionspapier der Namur einfließen.
Die Ergebnisse des Symposiums sollen in ein Positionspapier der Namur einfließen.
(Bild: Namur)

Karlsruhe – Die Diskussionsergebnisse der im Feld erfahrenen Spezialisten von System- und Geräteherstellern mit Anwender-Experten fließen in ein Positionspapier des Namur Arbeitskreises 2.6 Feldbus ein, welches als Basis für die Entwicklung eines digitalen Kommunikationssystems der nächsten Generation für den Einsatz in prozesstechnischen Anlagen dienen wird. Dabei werden bisherige Erfahrungen mit bestehenden Feldbussystemen sowie zukünftig geforderte Eigenschaften berücksichtigt.

In jeder Phase des Lebenszyklus einer Anlage erfüllen digitale Bussysteme wichtige Anforderungen der Anwender und sind der analogen Kommunikation dabei in Bezug auf Qualität, Kosten und Geschwindigkeit deutlich überlegen. Beim Blick in großflächige, moderne Prozessanlagen fällt jedoch auf, dass dies dort aus heutiger Sicht nicht durchgängig der Fall ist. Grund ist die beim Anwender empfundene hohe Komplexität. Mit der nächsten Generation soll die Handhabung der digitalen Kommunikation in den umfangreichen Anlagen der Prozessautomation vereinfacht (Easy-to-use) sowie gleichzeitig eine die technologischen Voraussetzungen für Themen um Industrie 4.0 definiert werden.

Synergiepotenzial durch enge Zusammenarbeit

Der Leiter des Namur Arbeitsfeldes 2 „Prozess- und Betriebsführungssysteme“, Michael Pelz von Clariant, fasst den Nutzen der Aktivität folgendermaßen zusammen: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Hersteller- und Anwenderorganisationen schon in der frühen Phase einer neuen Technologie, setzt sehr viel Synergiepotenzial frei. Das bietet die beste Chance, eine neue Technologie einerseits kostengünstig in den Produkten der Anbieter, andererseits effizient in den Anlagen der Anwender einzuführen.“

Peter Wenzel, Geschäftsführer der PNO, sieht in den Besonderheiten der Prozessindustrie, wie z.B. sehr lange Anlagenlaufzeiten und damit verbundene lange Nutzung der PLT- und Feldgerätetechnik, „besondere Herausforderungen für digitale und vernetzte Kommunikationsstrukturen.“ „Eine erfolgreiche Einführung eines Kommunikationssystems auf Ethernet-Basis bedarf daher einer frühzeitigen Abstimmung der Anforderungen mit den Anwendern. Die Experten der PNO stellen sich gerne dieser Aufgabe und freuen sich auf eine intensive und gute Zusammenarbeit mit den Experten der NAUMR“, so Wenzel.

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