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Eine Marke der PROCESS Gruppe

Interview pharmazeutischer Packmittelmarkt

Wie ein Mittelständler auch in schwierigen Zeiten wächst

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Im Markt für pharmazeutische Packmittel tobt ein heftiger Preiskampf. Wie überlebt ein Mittelständler im Haifischbecken? Daniel Keesman, Marketing- und Vertriebs-Geschäftsführer bei August Faller setzt auf Internationalisierung und den klaren Fokus auf die Pharma- und Healthcare-Branche. Hier gelangen Sie zum Exklusiv-Interview...

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Serialisierte Faltschachtel mit Data-Matrix-Code, eine Dienstleistung, die Faller für die Kunden-Produkte anbietet.
Serialisierte Faltschachtel mit Data-Matrix-Code, eine Dienstleistung, die Faller für die Kunden-Produkte anbietet.
(Bild: Faller)

Den Packmittelspezialist August Faller gibt es seit 133 Jahren. Die 1150 Mitarbeiter starke Faller-Gruppe bezeichnet sich selbst als klassischen deutschen Mittelständler in privater Hand und will das auch in Zukunft bleiben. Im Vergleich zu Wettbewerbsunternehmen gleicher Größe sei das Besondere an Faller die Konzentration auf das Marktsegment Pharma und Healthcare, sagt Marketing- und Vertriebs-Geschäftsführer Daniel Keesman. Doch es gibt jede Menge Überkapazitäten. Die Hersteller unterbieten sich mit Billigangeboten und der Pharmaeinkäufer ist oft der lachende Dritte. Wie wächst man eigentlich in so einem Marktumfeld?

PROCESS: Herr Keesman, der deutsche Markt für Sekundärpackmittel ist stark fragmentiert und es gibt jede Menge Überkapazitäten. Was ist da in den letzten Jahren passiert?

Keesman: Die meisten Unternehmen sind in privater Hand und jedes versucht zu den richtigen geschäftlichen Entscheidungen zu kommen. In einem stagnierenden Marktumfeld lassen sich viele Unternehmen von ähnlichen Überlegungen leiten. Es hat Investitionen in den Ausbau von Kapazitäten gegeben. Dadurch wurden in manchen Produktgruppen Überkapazitäten aufgebaut. Nach der alten Regel „Angebot und Nachfrage regeln den Preis“ bedeutet das fallende Endpreise. Auf diese Weise hat sich der Wettbewerbsdruck in den letzten Jahren für uns alle deutlich erhöht.

PROCESS: Das schreit doch geradezu nach Konsolidierung, wie sie beispielsweise in den USA bereits stattgefunden hat.

Keesman: In den USA wird der Markt mittlerweile durch zwei Unternehmen beherrscht. Und auch in Deutschland befinden wir uns gerade in einer Phase der Konsolidierung. Es ist bereits zu Übernahmen gekommen. Aber eher sporadisch und nicht systematisch.

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