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Messtechnik für den Brauprozess

Wie Brauereien durch intelligente Messtechnik höchste Bierqualität erreichen

| Autor: Wolfgang Ernhofer

Basis für ein hochwertiges Produkt ist das Wasser. Schon hier sorgen die richtigen Messgeräte dafür, dass genügend Wasser in der benötigten Qualität zur Verfügung steht. Wie bei den anderen Rohstoffen wird ständig der Füllstand der Brunnen überprüft – der Pegel muss laufend dokumentiert werden. Temperatur, Leitfähigkeit und der pH-Wert sind entscheidende Indikatoren für die Wasserqualität. Messgeräte sorgen für die Erfassung und den Transport der Daten und Werte an die Leitwarte, deren Mitarbeiter ständig auf dem Laufenden sein müssen, damit sie in einen fehlerhaften Prozess eingreifen können.

Um die Energie zu erzeugen, die der Braumeister für den Prozess benötigt, kommt bei Oettinger eine Mischung aus Erd- und Biogas zum Einsatz. Die Brauerei benötigt große Wassermengen, die mit zwei Kesseln erhitzt werden. Thermische Massendurchflussmesser überwachen die Zulieferung des Gases zum Brenner. Hat das Wasser die gewünschte Temperatur, führt der nächste Weg zur Entgasung. Mit einem Coriolis-Massendurchflussmessgerät werden kleine Mengen Kohlendioxid hochgenau zudosiert und damit aromaschädlicher Sauerstoff entzogen. Alles findet natürlich in hygienischer Atmosphäre, in großen Edelstahltanks, statt.

Im Herzen der Anlage

Anschließend findet das Wasser seinen Weg in das Sudhaus. Hier im „Herzstück der Brauerei“ wird die Würze hergestellt, deren Qualität entscheidet, ob das fertige Bier den Ansprüchen der Brauerei entspricht. Im Sudhaus werden große Mengen an Wärme und Warmwasser benötigt. Mit einem induktiven Durchflussmesser und Temperaturmessgeräten werden Menge, Rücklauf und Vorlauf ständig überwacht und die Daten durch einen Energierechner für die Überwachung und Dokumentation ans Leitsystem übertragen.

Der nächste Verfahrensschritt ist das Maischen. Dabei werden Schrot und Wasser gemischt, um die Inhaltsstoffe des Malzes zu lösen und zu extrahieren. Der Füllstand im Maischebottich wird laufend überwacht, während Stärke und Eiweiß abgebaut werden. Am Ende des Prozesses besteht die Maische aus Würze – löslichen Extraktstoffen – und Treber – ungelösten Resten, wie Spelzen. Die Würze wird durch das Läutern von den Trebern getrennt und unter Beigabe von Hopfen in der Würzepfanne bei Überdruck gekocht. Der Überdruck sorgt für einen stabilen und schnellen Kochvorgang.

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