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Messtechnik für den Brauprozess Wie Brauereien durch intelligente Messtechnik höchste Bierqualität erreichen

| Autor: Wolfgang Ernhofer

Produktsicherheit und Hygiene bei der Lebensmittelherstellung verlangen anspruchsvolle Richtlinien. Ebenso, wie die messtechnische Auslegung eines komplexen Produktionsprozesses, z.B. in einer Brauerei. Wo welche Messtechnik benötigt wird, wie diese einen sicheren Prozess und hohe Qualität des in Deutschland meistgetrunkenen Bieres gewährleistet und wie Einsparpotenziale durch MSR-Einsatz genutzt werden können? PROCESS hat sich für Sie bei Oettinger in Mönchengladbach umgeschaut.

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Der Brauprozess ist komplex und bei allen Produktionsschritten kommt es auf Präzision an. 
Moderne Messtechnik sorgt für konstante Prozesse, Überwachung und gleichbleibend qualitativ hochwertige Endprodukte.
Der Brauprozess ist komplex und bei allen Produktionsschritten kommt es auf Präzision an. 
Moderne Messtechnik sorgt für konstante Prozesse, Überwachung und gleichbleibend qualitativ hochwertige Endprodukte.
( © artjazz - Fotolia)

Nicht nur im Bierkonsum, sondern auch in der Bierproduktion ist Deutschland unter den weltweit führenden Nationen. Neben unzähligen kleinen Brauereien gibt es auch große Gruppen wie Deutschlands größte Privatbrauerei Oettinger, die jährlich zehn Millionen Hektoliter Bier braut und abfüllt. Bei derart großen Produktionsanlagen, wie der in Mönchengladbach, steht die lückenlose Überwachung des Brauprozesses im Vordergrund. Um Produktqualität und Ausstoßmenge zu gewährleisten, müssen sich die Braumeister 100-prozentig auf Messwerte aus den einzelnen Produktionsschritten verlassen können.

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Angefangen beim Brauwasser bis zum fertigen Produkt muss die Brauerei immer gleichbleibend, qualitativ hochwertig produzieren und alle wichtigen Kennzahlen im Blick haben. Diese gleichbleibende Qualität ist beim Endprodukt in der Flasche selbstverständlich, während des Prozesses aber sehr schwierig zu erzeugen. Die Rohstoffe sind natürliche Produkte und verändern ihre Eigenschaften, ihren Geschmack sowie ihre Aromen von Charge zu Charge. Damit immer gleichbleibende Qualität entsteht, wie beim mehrfach von der DLG ausgezeichneten Alt-Bier von Oettinger, hat der Brauer moderne Sensortechnologie zur Verfügung. Optimale Nutzung der Rohstoffe und Produktionskapazitäten sind ebenso wichtig, wie eine stabile Qualität und Energieeinsparungen bei sich ändernden Bedingungen.

Füllstandmessung in Silos und Behältern

Am Anfang steht die Anlieferung und Lagerung der Rohstoffe. Malz, Getreide, Hopfen oder Hopfenpellets werden gewogen, gereinigt und in Silos abgefüllt, deren Füllstand überwacht werden muss. Mit frei abstrahlenden oder geführten Radarmessgeräten, weiß der Techniker zu jeder Zeit, ob noch genügend Rohstoffe für die Produktion zur Verfügung stehen.

Messtechnikpartner von Oettinger ist Endress+Hauser, deren Geräte in der gesamten Brauerei verbaut sind, nicht nur an den Lagersilos. Damit die Messgenauigkeit lange erhalten bleibt, haben die Sensorspezialisten aus Weil am Rhein leicht zu reinigende Keramikmembranen für die Messgeräte. Um das Überfüllen der Lagertanks zu verhindern, werden je nach Einbauort kapazitive Messgeräte oder solche mit Vibronik-Technologie bevorzugt.

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