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Radar-Füllstandmessung

Wie 80 GHz-Radar-Füllstandmessung die Instandhaltung in einer Molkerei vereinfacht

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Denn Molke ist ein ganz besonderer Saft

Dabei waren die drei Molke-Tanks erst 2014 in Betrieb genommen worden. Umso unbefriedigender war für Schneider die Situation. Abgesehen von den mechanischen Problemen hatte die bestehende Füllstandmessung auch in anderer Hinsicht Schwierigkeiten. Die Molke ist aus Sicht der Füllstandmessung nicht ganz einfach zu messen. „Der Eiweißschaum führte immer wieder zu Problemen. Zudem hat der Tank Schweißnähte und besitzt ein Rührwerk. Die Sprühkugeln stören ebenfalls die Messung“, fasst Martin Schneider die Situation in den 16 m hohen Tanks zusammen.

Dazu kam noch eine andere Herausforderung: Am Boden der Tanks befindet sich eine Zentrifuge mit einer Leistung von 50.000 Litern pro Stunde. Das Problem ist, dass die Tanks einen flachen Boden besitzen, sodass mit einer Druckmessung am Boden nie eine exakte Nullmessung möglich ist, da der Druckmessumformer ein paar Zentimeter über dem Boden angebracht ist. So kam es immer wieder dazu, dass Luft in die Zentrifuge eingetragen wurde. Die Folgen spürte Alpina, die direkt beliefert wird, unmittelbar: Der Fettgehalt in der Molke verändert sich und es kommt zu Problemen bei den Filteranlagen von Alpina. „Angesichts der hohen Geschwindigkeit, mit der die Zentrifuge arbeitet, waren wir eigentlich immer zu spät“, bilanziert der Elektromeister. „Durch die Strudelbildung im Tank war die Messung stets ungenau. Allerdings war uns auch kein anderes Messverfahren bekannt, mit dem wir die Situation hätten lösen können.“

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Jedoch hatte das Elektrotechnik-Team bereits mitbekommen, dass gerade ein neues Radarfüllstandmessgerät, der Vegapuls 64, entwickelt wurde. In die hohe Messfrequenz von 80 GHz und die dadurch bessere Fokussierung und höhere Auflösung des Messsignals setzte Schneider große Hoffnung. Unmittelbar, nachdem die ersten Geräte 2016 auf den Markt kamen, wurden daher gleich alle Molke-Tanks mit dem neuen Radarsensor ausgestattet. Das Risiko, immerhin handelte es sich um das weltweit erste Radarfüllstandmessgerät für Flüssigkeiten, das mit einer Frequenz von 80 GHz arbeitete, war aus Sicht von Schneider minimal: „Wir wussten, dass das Gerät CIP-fähig ist und uns war das Messprinzip bekannt. Außerdem war uns klar, dass Vega die Messung zum Laufen bringt.“ Und in der Tat: Dank der besseren Fokussierung beeinflussen weder die umlaufenden Schweißnähte im Tank oder das Rührwerk, noch der Schaum der Molke das Messsignal. Zudem lässt sich bis zum Tankboden messen und dadurch der Nullpunkt exakt bestimmen.

Der Start war einfach: Das Team von Martin Schneider schweißte den Flansch an und nahm das Gerät selbst in Betrieb. „Das Gerät ist selbsterklärend“, so der knappe Kommentar von ihm. „Das Gerät war mit wenigen Handgriffen an das Leitsystem angeschlossen.“ Seit einem Jahr sind die Geräte im Einsatz, und seitdem gibt es keinerlei Probleme mit der Messung. „Mit dem Vegapuls 64 haben wir nun die Möglichkeit, von oben zu messen, was einfach auch aus Hygienesicht die bessere Lösung ist. Daher ist es eigentlich erklärtes Ziel, in Zukunft alle neuen Tanks gleich mit einem Flansch am Tankdeckel auszustatten“, gibt Schneider die Richtung vor. „Derzeit rüsten wir vor allem problematische Messstellen mit dem Vegapuls 64 nach. Bei neuen Tanks werden wir künftig gleich auf Vega setzen.“

Von den technologischen Eigenschaften abgesehen, zählt für Schneider aber noch ein anderer Aspekt: „Die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von Vega ist unschlagbar. Und dies ist für mich das Wichtigste. Wenn ich ein Problem habe, benötige ich schnell eine Lösung“, so sein Fazit. „Und hier ist die Zusammenarbeit einfach perfekt.“

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* Der Autor ist Produktmanagement Radar, Vega Grieshaber KG, Schiltach.

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